«Denken mit der Hand»

Bericht zur Jubiläumstagung der Arbeitsgemeinschaft pro Wahrnehmung

Autor/innen

  • Brigitte Pastewka Stiftung wahrnehmung.ch

DOI:

https://doi.org/10.57161/z2026-02-08

Schlagworte:

Förderunterricht, Lernprozess, Interaktion, Kommunikation, Wahrnehmung

Abstract

Zum 50-jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft pro Wahrnehmung (APW) wurde das Affolter-Modell® gewürdigt. Ein Therapieansatz, der sich in der Praxis bewährt, wissenschaftlich aber bis jetzt nur teilweise evidenzbasiert ist. Zentrale Elemente sind Beobachtung, gespürte Interaktion, Alltagseinbezug, Vernetzung und transdisziplinäre Zusammenarbeit. Studien zeigen Verbesserungen in Wahrnehmung, Sprache und Selbstwirksamkeit bei Kindern. Weitere Forschungsprojekte zur Wirksamkeit sind in Vorbereitung, um die wissenschaftliche Evidenz weiter zu stärken.

Literaturhinweise

Affolter, F. (2007). Wahrnehmung, Wirklichkeit und Sprache. Neckar.

Affolter, F., Bischofberger, W., Fischer, L., Hoffmann, W., Linzmeier, S., Ott-Schindele, R., Peschke, V., Stöhr, S., Strathoff, S. & Trares, M. (2009). Erfassung der Wirksamkeit Gespürter Interaktionstherapie bei der Behandlung von Patienten mit erworbener Hirnschädigung. Neurologie & Rehabilitation, 15 (1), 12–17. https://www.hippocampus.de/media/316/cms_4a94ecd6e8023.pdf

Affolter, F., Bischofberger, W., Fischer, L., Hoffmann, W., Linzmeier, S., Ott-Schindele, R., Peschke, V., Söll, J., Strathoff, S. & Trares, M. (2022). Interaktion im Alltag – wie erfassbar? Teil II: Von der Wurzel zu den Ästen. Neckar.

Affolter, F. & Ehwald, W. (in Druck). Daniel: Eine Einzelfallstudie zur Wirksamkeit Gespürter Interaktionstherapie. Teil V aus der Serie Von der Wurzel zu den Ästen. Neckar.

Augstein, S., Ehwald, W., Fischer, L. & Hofer, A. (2025). Geschichte und Entwicklung des Affolter-Modells®. APW-Broschüre 23.

Blak Lund, L., Andersen, A. B., Hastrup Arentsen, K. & Kristensen, T. (2013). An observation-based intervention study: Clinical changes in interaction behaviour as response to guided tactual interaction therapy in five adults with acquired, severe brain injury. Journal of Novel Physiotherapies, 4 (1).

Ehwald, W. (2005). 15 Jahre Erfahrung in Betreuung und Förderung erwachsener Menschen mit schweren Wahrnehmungsstörungen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 6, 73–85.

Ehwald, W. & Stiftung wahrnehmung.ch (2025). Zwischenbericht Studie «Wirksamkeit von Therapien nach dem Affolter-Modell® im Sonderschulbereich bei Kindern mit Entwicklungsstörungen». https://wahrnehmung.ch/static/media/Zwischenbericht_Forschungsartikel_Website.26aa13bccf8513ac2702.pdf

Fischer, L. & Trares, M. (2013). Anwendung des Affolter-Modells bei Apraxie (APW-Broschüre Nr. 17). Affolter-Modell Weiterbildungszentrum.

Kugler, A. (2021). Untersuchung der Wirksamkeit des Affolter-Modells® und der Synergieeffekte der multidisziplinären Arbeit im Sinne des Konzeptes k-o-s-t® nach Susanne Codonie zwischen Logopädie und Ergotherapie. Unveröffentlichte Masterarbeit, Medizinische Fakultät der Universität Basel.

Lipp, B., Schlaegel, W., Nielsen, K. & Streubelt, M. (Hrsg.) (2000). Gefangen im eigenen Körper: Lösungswege, Neurorehabiliation. Neckar.

Schaub, K., Ulrich, M., Zuber, D., Munch, L., Hediger, K., Marcar, V. L., Hund-Georgiadis, M. & Huber, M. (2020). Den Alltag spürbar machen – Auswirkungen der Therapie nach dem Affolter-Modell® auf das Bewusstsein und den Fähigkeitsrückgewinn bei einem Patienten im Minimally Conscious State (MCS) minus. Ergoscience, 15 (2), 66–76. https://doi.org/10.2443/skv-s-2020-54020200203

Schlunegger, T., Augstein, S., Munch, L., Roelandt, F. & Jakobsen, D. (2025). Defining the key elements of the Affolter Model® in a multiprofessional Delphi study: a first step toward evidence-based Tactual Interaction Therapy. Frontiers in Rehabilitation Sciences, 1–14. https://doi.org/10.3389/fresc.2025.1624757

Veröffentlicht

2026-03-10

Zitationsvorschlag

Pastewka, B. (2026). «Denken mit der Hand»: Bericht zur Jubiläumstagung der Arbeitsgemeinschaft pro Wahrnehmung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik , 32(02), 45–50. https://doi.org/10.57161/z2026-02-08