Linksammlung zum Schwerpunkt 52
Beck, K., Ferdigg, R. A., Katzenbach, D., Kett-Hauser, J. Laux, S. & Urban, M. (Hrsg.) (2025). Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung. 2. Professionalisierung – spezifische Unterstützungsangebote - Übergänge in die berufliche Bildung. Waxmann. https://www.waxmann.com/buecher/Foerderbezogene-Diagnostik-in-der-inklusiven-Bildung-4961
Beer, M. (2023). Begleitete Übergänge in die Berufsausbildung: Theoriereduzierte Ausbildungsgänge für junge Menschen mit Lernbeeinträchtigungen in Deutschland und der Schweiz. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 36–42. https://doi.org/10.57161/z2023-01-06
Blanck, J. M. (2019). Übergänge nach der Schule als «zweite Chance»? Eine quantitative und qualitative Analyse der Ausbildungschancen von Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen «Lernen». Beltz. https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20643/pdf/Blanck_2020_Uebergaenge_nach_der_Schule.pdf
Blanck, J. M. (2025). Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick. DDS – Die Deutsche Schule 117 (4), 261–273. https://doi.org/10.31244/dds.2025.04.02
Blasczyk, S. A., Beylich, T. & Schreiner, M. (2025). Übergänge aus der Förderschule. Aufgaben und Rolle der Koordinator*innen für berufliche Orientierung. Teilhabe, 64 (1), 26–30.
Brandenberg, K., Sahli Lozano, C., Lustenberger, S. & Benz, R. (2025). Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion. DDS – Die Deutsche Schule, 117 (4), 274–285. https://doi.org/10.31244/dds.2025.04.03
Elbracht, S., Denecke, S., Schroeder, R. & Langnickel, R. (2025). Narratives Review zur schulischen Reintegration nach einem Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen (ESE), 7 (7), 38–58. https://doi.org/10.35468/6178-03
Hofmann, C., & Dätwyler, S. (2025). Flügge – Elternzusammenarbeit in der Berufswahlphase: Ein Pilotprojekt. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 31 (09), 20–26. https://doi.org/10.57161/z2025-09-04
Kätterer, C. & Von Ammon, E. (2020). Menschen mit Behinderung. Transition und Langzeitbetreuung. Paedriatica, 31 (3), 25–30.
Kuntsche, A. (2023). Wechsel von der Regelschule an die Schule für Körperbehinderte aus Elternperspektive: Vorstellung eines Forschungsprojekts. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 10–15. https://doi.org/10.57161/z2023-01-02
Kunz, A., Paccaud, A., Pastore, G. & Luder, R. (2023). Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe I von Schüler:innen mit besonderem Förderbedarf. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (08), 46–52. https://doi.org/10.57161/z2023-08-07
Langnickel, R., Munker, H. & Link, P.-C. (2023). «Brückenklassen» als inklusive Innovation: Ein schulisches Transitionskonzept für gelingende Übergänge zwischen Klinikschule und Regelschule in Baden-Württemberg. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 16–21. https://doi.org/10.57161/z2023-01-03
Lanker, M. & Heiniger, C. (2024). Übergang in die Berufswelt: Herausforderungen und Chancen für Jugendliche mit Behinderungen. Empfehlungen für eine inklusive Berufsbildung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 30 (06), 7–12. https://doi.org/10.57161/z2024-06-02
Lustenberger, S., Wicki, M., Brandenberg, K., Wüthrich, S. & Sahli Lozano, C. (2023). Transition von der Sekundarstufe 1 in die Sekundarstufe 2. Empirische Sonderpädagogik, 15 (3), 275–293. https://doi.org/10.2440/003-0011
Reims, N., Rauch, A. & Nivorozhkin, A. (2023). Ersteingliederung in der beruflichen Rehabilitation. Nach einer Reha findet ein höherer Anteil junger Menschen mit Behinderungen Arbeit. IAB-Kurzbericht, 11. https://doku.iab.de/kurzber/2023/kb2023-11.pdf
Schellenberg, C., Röösli, P. & Krauss, A. (2023). Stärkung sozio-emotionaler Kompetenzen in der Beruflichen Orientierung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 22–28. https://doi.org/10.57161/z2023-01-04
Schlesier, J., Rank, A., Then, D., Pohlmann-Rother, S., Herding, J., Büker, P. & Carle, U. (2026). Transitionen von Kindern mit erschwerten Lern- und Teilhabevoraussetzungen begleiten. In M. Peschel, P. Kihm, M. Platz & L. M. Gebauer (Hrsg.), Bezugsnotwendigkeiten der Grundschule. Pädagogik und Fachdidaktik in der Grundschulbildung (S. 143–154). Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:34904
Stache, S. (2026). Mechanismen der Benachteiligung behinderter Menschen in berufsbiografischen Übergängen. In K. Cudak & V. Schachler (Hrsg.), Inklusive Kommunal- und Regionalentwicklung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Impulse und Strategien (S. 237–256). Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:35496
> Übergang von der obligatorischen Schulzeit zur Sekundarstufe 2
https://www.szh.ch/uebergang-schule-berufsbildung
> Schulungsangebote für hospitalisierte Kinder und Jugendliche (SHKJ) und Reintegration ins Schulwesen
https://www.szh.ch/spital-und-klinikschulen
> Vier Leitfäden und vier Filme zur Gestaltung von Übergängen
> Übergänge in der Bildung und Betreuung von Kindern
> Bedeutung des Übergangs
https://www.visoparents.ch/2026/04/24/bedeutung-uebergang
> Portraits gelungener Prozesse der Teil- und Reintegration von Kindern mit Behinderungen in Regelschulklassen
> Entwicklung und Erbringung von Informationsdienstleistungen für die Berufsbildung
https://www.sdbb.ch/berufsbildung/informationsdienstleistungen
> Förderung und Unterstützung der ganzheitlichen Betreuung während der Transitionsphase von Jugendlichen mit Behinderung oder chronischen Krankheit aus der pädiatrischen Betreuung in die Erwachsenen-Medizin & Betreuung
Das 30-Jahre-Jubiläum der Europäischen Agentur für sonderpädagogische Förderung und inklusive Bildung (European Agency for Special Needs and Inclusive Education, EASNIE) bietet die Gelegenheit, über die erzielten Fortschritte nachzudenken und die Kräfte, die die Zukunft der Bildung prägen, neu zu beleuchten. Während die Leitprinzipien zu Gerechtigkeit, Teilhabe und Inklusion weiterhin im Mittelpunkt stehen, hat EASNIE «Zehn Säulen, die die Zukunft der inklusiven Bildung prägen» entwickelt. In diesen werden auf Systemebene erforderliche Massnahmen zur Verwirklichung dieser Prinzipien dargelegt. Es ist entscheidend, durch gezielte und koordinierte Massnahmen den Schritt von der Vision zur Umsetzung zu machen und Bildungssysteme dabei zu unterstützen, das Recht jedes Lernenden auf eine hochwertige inklusive Bildung zu wahren.
European Agency und zehn Säulen für die Zukunft der inklusiven Bildung (auf Englisch)
Mit Soufiane El Amrani und Joachim Busch wurden erstmals Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung in den Vorstand des Europäischen Behindertenforums (European Disability Forum) gewählt. Das Europäische Behindertenforum ist eine Dachorganisation von Menschen mit Behinderungen und vertritt die Interessen von über 100 Millionen Menschen mit Behinderungen in Europa.
In einer zunehmend heterogenen Bildungslandschaft stossen traditionelle «One-Size-Fits-All»-Ansätze an ihre Grenzen. Universal Design for Learning (UDL) kann einen Rahmen bieten, um allen Schüler:innen mit ihren individuellen Bedürfnissen einen geeigneten Zugang zum Lernen zu ermöglichen. Anstatt nachträglicher Anpassungen schafft UDL flexible Lernumgebungen, die der Vielfalt aller Schüler:innen gerecht werden. Das 11. Schweizer Forum für inklusive Bildung beleuchtete diesen Ansatz aus drei verschiedenen Perspektiven und lud dazu ein, konkrete Schritte für die Praxis zu entwickeln. Die Präsentationen sind auf der Website des SZH verfügbar.
SZH: 11: Forum Inclusion zum Thema Universal Design for Learning
Ab dem 1. Januar 2027 wird die Finanzierung eines Teils der intensiven Frühintervention (IFI) durch die Invalidenversicherung (IV) langfristig gesichert. Die IFI richtet sich an Kleinkinder mit schweren Autismus-Spektrum-Störungen und kombiniert medizinische mit pädagogischen Massnahmen. In seiner Sitzung vom 6. Mai 2026 hat der Bundesrat die Verordnung über die Voraussetzungen für die Finanzierung der medizinischen Massnahmen der IFI durch die IV verabschiedet. Die Beteiligung soll über Pauschalen erfolgen.
Portal der Schweizer Regierung: Finanzierung der IFI
Die Ausgaben für die Ergänzungsleistungen stiegen im Jahr 2025 um 4,7 Prozent auf 6,2 Milliarden Franken. Der Anteil des Bundes an diesen Kosten betrug rund 34 Prozent, den Rest trugen die Kantone. Ende 2025 bezogen 126 100 Personen eine Ergänzungsleistung zur Invalidenversicherung. Das sind 4300 Personen beziehungsweise 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der IV-Rentner:innen mit Ergänzungsleistung stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 49,8 Prozent. Eine wichtige Aufgabe übernehmen die Ergänzungsleistungen bei der Finanzierung eines Heimaufenthalts. Ende 2025 lebten 65 000 Personen mit Ergänzungsleistungen in einem Heim. Sie erhielten im Durchschnitt einen monatlichen Betrag von rund 3900 Franken. Das ist fast dreimal so viel wie der Ergänzungsleistungbetrag für eine Person zu Hause.
An den Gymnasien sind besonders begabte Schüler:innen oft unterfordert. Das sagt der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer (VSG) und warnt vor den Folgen. Die Entwicklung habe sich verschärft, da die Zahl der Gymnasiast:innen gestiegen ist. Für Lehrpersonen sei es schwieriger geworden, auf einzelne Schüler:innen einzugehen. In einem Positionspapier verlangt der VSG eine stärkere Begabtenförderung.
Positionspapier des VSG zur Begabtenförderung
Das Öffentlichkeitsprinzip definiert das Recht auf Zugang zu Informationen von Behörden. Auch die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) setzt dieses Prinzip seit dem Jahr 2011 um. Das Generalsekretariat hat im Zuge der Revision der Informationsgesetzgebung des Kantons Bern und aufgrund der aktuellen Rechtsprechung zum Öffentlichkeitsprinzip diese Umsetzung überprüft. Es kam zu dem Schluss, dass aus materieller Sicht keine Anpassung nötig ist. Der Vorstand hat jedoch beschlossen, die Praxis in Bezug auf das Öffentlichkeitsprinzip neu explizit in einem Dokument festzuhalten, wie es auch andere interkantonale Konferenzen handhaben.
EDK: Beschluss zum Öffentlichkeitsprinzip; Grundsätze der Umsetzung (PDF)
Für die Abstimmung vom 14. Juni 2026 stellt der Kanton Bern erstmals Erklärvideos in schweizerdeutscher und französischer Gebärdensprache zur Verfügung. Künftig will die Staatskanzlei alle kantonalen Abstimmungsvorlagen barrierefrei in Gebärdensprache aufbereiten.
Staatskanzlei des Kantons Bern: Abstimmungserläuterungen in Gebärdensprache
Nach längerer Planungszeit wurde am 05. Mai, dem Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, die Behindertenkonferenz Thurgau gegründet. Bereits 45 Personen haben sich als Mitglieder eingeschrieben und setzen sich ab sofort für absolute Inklusion ein. In den Vorstand wurden zwei Mitarbeitende der Pro Infirmis Fachstelle Inklusion Ost gewählt.
Thurgauer Zeitung: Gründung der Behindertenkonferenz
Wie fühlt sich der Alltag mit einer cerebralen Bewegungsbeeinträchtigung an? Mit welchen Angeboten unterstützt Cerebral die Betroffenen? Anlässlich ihres 60-Jahre-Jubiläums hat die Stiftung Cerebral drei neue Informationsfilme initiiert und in Auftrag gegeben.
Stiftung Cerebral: neue Informationsfilme
Auf Einladung von Nationalratspräsident Pierre-André Page findet am 21. Oktober 2026 die zweite Behindertensession im Bundeshaus statt. Die zweite Ausgabe knüpft an die erfolgreiche Premiere von 2023 an und verfolgt weiterhin dieselben Ziele: Inklusion zu stärken und politische Mitsprache von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verankern. Für die Behindertensession haben sich 200 Personen beworben. Die gewählten Vertreter:innen werden auf der Website von Pro Infirmis vorgestellt.
Pro Infirmis: Vertreter:innen der Behindertensession 2026
Auf dem Online-Portal «Die Box» stellt insieme Schweiz nützliche Hilfsmittel zur Verfügung, um Projekte zusammen mit Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung zu planen und umzusetzen. Die Plattform basiert auf den Bedürfnissen und Herausforderungen der Anwender:innen und wird gemeinsam mit ihnen kontinuierlich weiterentwickelt.
Laufzeit: 01.01.2025–31.12.2028
Forschende Institutionen: Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH), Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Abteilung Volksschule des Departements Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau, Schulamt Fürstentum Liechtenstein, Schulkreis UTO Stadt Zürich, Schulkreis Zürichberg Stadt Zürich
Das Projekt «Learning Support Teams» unterstützt Schulen im Umgang mit Vielfalt und Inklusionsorientierung. Erfahrene Fachpersonen unterstützen Lehr- und Fachpersonen sowie Schul- und Betreuungsleitungen bei der Planung, Durchführung und Evaluation des Unterrichts und des Betreuungsalltags. Darüber hinaus beraten sie die Schulen in Fragen zur Zusammenarbeit und Schulentwicklung. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, eine nachhaltige und inklusive Schulkultur aufzubauen. Die Learning Support Teams unterstützen Schulen direkt vor Ort. Die Inanspruchnahme ist stets freiwillig. Keine Schule und keine Lehrperson ist verpflichtet, ein Learning Support Team anzufordern. Gerade diese Freiwilligkeit schafft Vertrauen und Akzeptanz. Das Projekt wird von Kantonen, Hochschulen und Stiftungen getragen und wissenschaftlich begleitet.
PHZH: Forschungsprojekt zu Learning Support Teams an Schulen
Laufzeit: 01.01.2026–31.12.2029
Forschende Institutionen: Zentrum Lernen und Sozialisation (FHNW), Institut Forschung und Entwicklung (FHNW), Departement für Sonderpädagogik (UNIFR)
Die Balance-Studie untersucht, wie Faktoren im Unterricht und in der Familie sowie die sozial-emotionalen Kompetenzen von Jugendlichen die Entwicklung internalisierender und externalisierender Probleme, das subjektive Wohlbefinden sowie die schulischen Leistungen auf der Sekundarstufe I beeinflussen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die psychische Gesundheit von Jugendlichen unter Berücksichtigung schulischer Leistungsziele zu fördern. In dieser Längsschnittstudie werden schulische und familiäre Bedingungen der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und deren Leistungen untersucht. Unter psychischer Gesundheit werden sowohl internalisierende Probleme (z. B. Depressionen, Angst) als auch externalisierende Probleme (z. B. Hyperaktivität, Aggression) und das subjektive Wohlbefinden verstanden. Die Ziele der Studie sind herauszufinden, inwieweit protektive Faktoren im schulischen Unterricht und in der Familie die Wirkung aversiver Faktoren auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen reduzieren können und welche Rolle dabei sozial-emotionale Kompetenzen spielen. Innovativ ist dabei, dass die Wechselwirkungen von Faktoren der Schule und Familie längsschnittlich und im Kontext situiert untersucht werden.
Balance-Studie: Entwicklung der psychischen Gesundheit und der Leistungen in Unterricht und Familie
Quelle: Parlamentarische Dokumentation des Informations- und Dokumentationszentrums IDES sowie Geschäftsdatenbank Curia Vista des National- und Ständerats.
Interpellation (26.3467) vom 20.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026
Interpellation (26.3389) vom 20.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026
Interpellation (26.3271) vom 19.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026
Interpellation (26.3252) vom 19.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026
Anfrage (26.1018) vom 19.03.2026 > Antwort des Bundesrates vom 13.05.2026
Interpellation (26.3119) vom 16.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 27.05.2026
Interpellation (26.5140) vom 23.04.2026
Postulat (26.5133) vom 23.04.2026
Postulat (26.5131) vom 23.04.2026
Teilrevision (P260638) > Regierungsratsbeschluss vom 12.05.2026
Postulat (P776) vom 11.05.2026
Interpellation (26.0439) vom 27.05.2026
Interpellation (26.0339) vom 22.04.2026
Interpellation (25.06.279) vom 13.06.2025 > Antwort des Staatsrats vom 04.05.2026
Wenn nicht anders vermerkt, entstammen die Inhaltsbeschreibungen den Verlags- und Filmwebseiten.
Batliner, G. & Seebens, Y. (2025)
Wie gelingt es, Familien nach der Verunsicherung durch die Diagnose «Hörschädigung» ressourcenorientiert zu begleiten? Der Natürliche Hörgerichtete Ansatz (NHA) ist ein weltweit bewährtes Konzept für die Frühförderung von Kindern mit Hörschädigung. Zentral dafür ist der Spracherwerb im natürlichen Dialog mitten im täglichen Leben. Detailliert und praxisnah stellen die Autorinnen den NHA vor und beschreiben, wie er im Frühförderalltag erfolgreich umgesetzt werden kann. Anhand zahlreicher Beispiele werden häufige Fragen zum NHA beantwortet und mögliche Herausforderungen beschrieben. Ausserdem wird dargestellt, wie der NHA durch Morag Clark in Grossbritannien entstanden ist und zu einem Umdenken führte – bis hin zu einem familienorientierten Empowerment-Konzept.
Holtmeier, L. (2026)
Dieses Buch zeigt, wie gezielte Kommunikation den Therapieerfolg massgeblich beeinflussen kann – im direkten Kontakt mit Klient:innen, im Team und als Führungskraft. Die Autorin verbindet wissenschaftlich fundierte Modelle mit zahlreichen Fallbeispielen, Dialogen und erprobten Sprachmustern. So wird Kommunikation als zentrales therapeutisches Werkzeug greifbar. Therapeut:innen aus Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie erhalten alltagstaugliche Gesprächsleitfäden, Reflexionsimpulse und ehrliche Einblicke in typische Stolperfallen.
Campbell, P., Constantino, C. & Simpson, S. (2025)
Stottern wird typischerweise als Charakterfehler und persönliche Tragödie stigmatisiert. Die Autor:innen stellen das Stereotyp in Frage, dass Stottern von Natur aus negativ sei. Stattdessen betrachten sie Stottern als eine andere, wertvolle und respektierte Art zu sprechen. Das Buch vereint neue, bestärkende Stimmen und Meinungen zum Thema Stottern in einem anschaulichen Text. Durch die Kombination persönlicher Erzählungen, Kunst und der Disability Studies wird dokumentiert, wie die Gesellschaft Menschen, die stottern, seit langer Zeit behindert und auf welch vielfältige Weise Menschen neuartige und spannende Auffassungen über ihr Sprechen entwickelt haben. «Stottern: Stolz und Vorurteil» ist das erste veröffentlichte Buch, das das Thema Stottern aus der Perspektive des sozialen Modells untersucht und für Menschen, die stottern, die Allgemeinheit sowie für Fachleute geschrieben wurde.
Das Buch kann innerhalb Deutschlands kostenlos bestellt werden.
Berger, K. (2026)
verlag modernes lernen
Hundegestützte Pädagogik eröffnet vielfältige Chancen im Bildungsalltag, erfordert jedoch ein hohes Mass an Verantwortung, Planung und Reflexion. Das Journal «Mit Hund im Einsatz – Das Praxistagebuch» wurde als praxisnahes Arbeits- und Reflexionsinstrument für pädagogische Fachkräfte entwickelt, die mit ihrem Hund in Bildungseinrichtungen tätig sind. Als Ergänzung zum Fachbuch «Schulbegleithund in Ausbildung» unterstützt das Praxistagebuch die konkrete Umsetzung hundegestützter Einsätze im Alltag. Es hilft Mensch-Hund-Teams, Einsätze zu strukturieren, Beobachtungen festzuhalten und Entwicklungen reflektiert zu begleiten. Im Mittelpunkt steht das Wohlbefinden des Hundes, ein klar strukturierter Einsatzrahmen sowie die realistische Einschätzung des Teams und der eigenen Ressourcen. Auch Selbstfürsorge und der bewusste Umgang mit Belastungen der einsetzenden Person sind zentrale Bestandteile eines nachhaltigen Einsatzes.
Brunner, S. & Roveroni, D. (Hrsg.) (2025)
Eine Rezension von Thomas Wetter, SZH
Das Atelier Rohling ist im Kulturzentrum PROGR in Bern beheimatet. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 bietet es Kunstschaffenden mit Beeinträchtigungen einen offenen Raum, um sich zu begegnen, sich auszutauschen und künstlerisch tätig zu sein. Das Buch von Sophie Brunner und Diego Roveroni zeichnet die Entwicklung des Ateliers nach und beleuchtet dessen Arbeit – von den Abläufen im Atelier bis hin zu Ausstellungen, Kooperationen und Vermittlungsformaten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den ausführlichen Porträts der dort arbeitenden Künstler:innen. Diese werden durch ihre individuellen Arbeitsweisen, Motive und Ausdrucksformen veranschaulicht. Das Atelier versteht sich als inklusiver Ort, an dem Zusammenarbeit gelebt wird. Projekte entstehen im Dialog zwischen Künstler:innen, Begleitpersonen, Kurator:innen und dem Publikum. Das Buch dokumentiert diesen Dialog überzeugend mit zahlreichen Bildern und Fotografien sowie Stimmen aus dem Umfeld des Ateliers. Es macht dadurch die sozialen und ästhetischen Resonanzräume der Arbeiten sichtbar. Insgesamt ist es somit nicht nur eine Dokumentation, sondern auch ein Plädoyer für gelebte Vielfalt und ein Beispiel dafür, wie institutionelle Rahmenbedingungen Kreativität nicht nur ermöglichen, sondern auch nachhaltig fördern können.
Merkl, U. (2026)
Seit «Rain Man» 1988 in die Kinos kam, ist Autismus ein popkulturelles Phänomen in Romanen, Filmen und Serien. Figuren wie Sherlock Holmes, Mister Spock, Temperance Brennan oder Sheldon Cooper zeigen Eigenschaften, die an Autismus erinnern – oft faszinierend, manchmal klischeehaft. Ulrich Merkl, selbst Mensch im Autismus-Spektrum und Autor des Erfolgsbuches «Die unglaubliche Welt genialer Menschen mit Autismus», spürt in seinem neuen Werk der Darstellung von Menschen im Autismus-Spektrum in der Popkultur nach. Mit fundiertem Wissen, Humor und Einfühlungsvermögen analysiert er 300 Romane, Spielfilme und Serien von Klassikern. Dabei geht er den entscheidenden Fragen nach: Wie prägen diese Figuren unser Bild von Autismus? Fördern sie Verständnis – oder verfestigen sie Vorurteile? Und wie empfinden Menschen im Autismus-Spektrum selbst diese Darstellungen? Ein kluges, spannendes und unterhaltsames Buch über Mythos und Wirklichkeit – und über die Kunst, das Anderssein zu verstehen.
Fritzen, A. (2026)
Angela Fritzen ist ein Ohrenkuss Gründungsmitglied. Das bedeutet: Sie ist seit Anfang an als Autorin beim Magazin Ohrenkuss dabei, seit 1998. Die Texte und Fotos in diesem Buch sind während dieser Zeit entstanden. Seit einigen Jahren arbeitet Angela Fritzen an ihrem eigenen Buch. 2025 haben Angela Fritzen und Lea Jasmin Harder sich oft in ihrem Lieblingscafé (oder an anderen Orten, die guten Kaffee garantierten) getroffen und geschrieben. In dieser Zeit hat Angela Fritzen überlegt, welche Themen für sie besonders wichtig sind. Daraus sind die fünf Kapitel dieses Buches entstanden: Freiheit. Zukunft. Vergangenheit. Humor. Gefühle.
Fischbach, D. (2025)
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schliesst sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an. Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip – durch Deutschland, die Schweiz und Japan – beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf. Über die App GRETA ist der Film als barrierefreie Fassung verfügbar: mit Audiodeskription, Untertiteln und Hörverstärkung.
Roesler, J. (2025)
Luisa ist vor kurzem von zu Hause ausgezogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spass zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller, in der Wohngruppe geht das alltägliche Leben weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiss, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa entschliesst sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet und versucht herauszufinden, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.
Tevaearai, D., Protti, D., Allenbach, M. & Gabola, P. (2026).
Revue suisse de pédagogie spécialisée, 16 (01), 28–34
Die Waadtländer Schule fordert die Einführung kooperativer Praktiken, insbesondere seitens des Lehrkörpers, darunter auch der Klassenlehrer. Angesichts der zunehmenden Zahl von Fachkräften in einem auf Inklusion ausgerichteten Umfeld befasst sich diese Studie mit den Erfahrungen von Grundschullehrkräften hinsichtlich der Unterstützung ihrer Tätigkeit durch die beruflichen Beziehungen, die sie im Rahmen ihrer Arbeit aufgebaut haben. Ihre Erfahrungsberichte vermitteln ein besseres Verständnis dafür, wie diese Beziehungen zur Unterstützung des Lehrpersonals beitragen können, anstatt zu einer Überlastung.
Lamarche, M.-A. & Ross, J. (2026)
Revue suisse de pédagogie spécialisée, 16 (01), 35–42
Quebec ist die einzige französischsprachige Provinz im mehrheitlich englischsprachigen Kanada und verfügt über ein Schulsystem, das auf gerechter, kohärenter und an die Vielfalt der Lernenden angepasster Bildung basiert. Zu diesem Zweck gibt es mehrere gesetzliche Rahmenbedingungen, die unter anderem die Bewertung des Lernens regeln und die Einrichtung eines inklusiven Systems ermöglichen. In den Klassenräumen werden verschiedene Bewertungsmethoden bevorzugt: pädagogische Differenzierung, vielfältige Bewertungsinstrumente, formatives Feedback sowie die aktive Beteiligung der Schüler:innen an der Selbst- und Peerbeurteilung.
Bertholet, F. (2026).
Revue suisse de pédagogie spécialisée, 16 (01), 53–59
Für viele Kinder mit graphomotorischen Schwierigkeiten ist das Erlernen der räumlichen Positionierung von Buchstaben eine Herausforderung. Die im Rahmen der Ergotherapie entwickelte Flip-Flap-Methode ist ein kinästhetischer und spielerischer Ansatz, der das Erlernen der räumlichen Orientierung von Kleinbuchstaben unterstützt. Basierend auf Körperbezugspunkten und einem symbolischen Rahmen – das Haus mit seinen Ebenen – fördert diese Methode das motorische Gedächtnis und das Verständnis der Schreibbereiche. Der Artikel stellt die theoretischen Grundlagen, die Umsetzung der Methode sowie ihre Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Pädagogik und Ergotherapie vor.