Dokumentation

Inhaltsverzeichnis

Literatur zum Schwerpunkt 51

Linksammlung zum Schwerpunkt 52

Rundschau 53

International 53

National 54

Regional / kantonal 55

Varia 55

Laufende Forschungsprojekte 55

Parlamentarische Vorstösse 56

Medien 58

Fachbücher 58

Erzählte Behinderung 60

Filme 62

Weiterbildung 63

Blick in die Revue 63

Literatur zum Schwerpunkt

Beck, K., Ferdigg, R. A., Katzenbach, D., Kett-Hauser, J. Laux, S. & Urban, M. (Hrsg.) (2025). Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung. 2. Professionalisierung – spezifische Unterstützungsangebote - Übergänge in die berufliche Bildung. Waxmann. https://www.waxmann.com/buecher/Foerderbezogene-Diagnostik-in-der-inklusiven-Bildung-4961

Beer, M. (2023). Begleitete Übergänge in die Berufsausbildung: Theoriereduzierte Ausbildungsgänge für junge Menschen mit Lernbeeinträchtigungen in Deutschland und der Schweiz. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 36–42. https://doi.org/10.57161/z2023-01-06

Blanck, J. M. (2019). Übergänge nach der Schule als «zweite Chance»? Eine quantitative und qualitative Analyse der Ausbildungschancen von Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen «Lernen». Beltz. https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20643/pdf/Blanck_2020_Uebergaenge_nach_der_Schule.pdf

Blanck, J. M. (2025). Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick. DDS – Die Deutsche Schule 117 (4), 261–273. https://doi.org/10.31244/dds.2025.04.02

Blasczyk, S. A., Beylich, T. & Schreiner, M. (2025). Übergänge aus der Förderschule. Aufgaben und Rolle der Koordinator*innen für berufliche Orientierung. Teilhabe, 64 (1), 26–30.

Brandenberg, K., Sahli Lozano, C., Lustenberger, S. & Benz, R. (2025). Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion. DDS – Die Deutsche Schule, 117 (4), 274–285. https://doi.org/10.31244/dds.2025.04.03

Elbracht, S., Denecke, S., Schroeder, R. & Langnickel, R. (2025). Narratives Review zur schulischen Reintegration nach einem Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen (ESE), 7 (7), 38–58. https://doi.org/10.35468/6178-03

Hofmann, C., & Dätwyler, S. (2025). Flügge – Elternzusammenarbeit in der Berufswahlphase: Ein Pilotprojekt. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 31 (09), 20–26. https://doi.org/10.57161/z2025-09-04

Kätterer, C. & Von Ammon, E. (2020). Menschen mit Behinderung. Transition und Langzeitbetreuung. Paedriatica, 31 (3), 25–30.

Kuntsche, A. (2023). Wechsel von der Regelschule an die Schule für Körperbehinderte aus Elternperspektive: Vorstellung eines Forschungsprojekts. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 10–15. https://doi.org/10.57161/z2023-01-02

Kunz, A., Paccaud, A., Pastore, G. & Luder, R. (2023). Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe I von Schüler:innen mit besonderem Förderbedarf. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (08), 46–52. https://doi.org/10.57161/z2023-08-07

Langnickel, R., Munker, H. & Link, P.-C. (2023). «Brückenklassen» als inklusive Innovation: Ein schulisches Transitionskonzept für gelingende Übergänge zwischen Klinikschule und Regelschule in Baden-Württemberg. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 16–21. https://doi.org/10.57161/z2023-01-03

Lanker, M. & Heiniger, C. (2024). Übergang in die Berufswelt: Herausforderungen und Chancen für Jugendliche mit Behinderungen. Empfehlungen für eine inklusive Berufsbildung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 30 (06), 7–12. https://doi.org/10.57161/z2024-06-02

Lustenberger, S., Wicki, M., Brandenberg, K., Wüthrich, S. & Sahli Lozano, C. (2023). Transition von der Sekundarstufe 1 in die Sekundarstufe 2. Empirische Sonderpädagogik, 15 (3), 275–293. https://doi.org/10.2440/003-0011

Reims, N., Rauch, A. & Nivorozhkin, A. (2023). Ersteingliederung in der beruflichen Rehabilitation. Nach einer Reha findet ein höherer Anteil junger Menschen mit Behinderungen Arbeit. IAB-Kurzbericht, 11. https://doku.iab.de/kurzber/2023/kb2023-11.pdf

Schellenberg, C., Röösli, P. & Krauss, A. (2023). Stärkung sozio-emotionaler Kompetenzen in der Beruflichen Orientierung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (01), 22–28. https://doi.org/10.57161/z2023-01-04

Schlesier, J., Rank, A., Then, D., Pohlmann-Rother, S., Herding, J., Büker, P. & Carle, U. (2026). Transitionen von Kindern mit erschwerten Lern- und Teilhabevoraussetzungen begleiten. In M. Peschel, P. Kihm, M. Platz & L. M. Gebauer (Hrsg.), Bezugsnotwendigkeiten der Grundschule. Pädagogik und Fachdidaktik in der Grundschulbildung (S. 143–154). Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:34904

Stache, S. (2026). Mechanismen der Benachteiligung behinderter Menschen in berufsbiografischen Übergängen. In K. Cudak & V. Schachler (Hrsg.), Inklusive Kommunal- und Regionalentwicklung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Impulse und Strategien (S. 237–256). Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:35496

Linksammlung zum Schwerpunkt

Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik (SZH)

> Übergang von der obligatorischen Schulzeit zur Sekundarstufe 2

https://www.szh.ch/uebergang-schule-berufsbildung

Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik (SZH)

> Schulungsangebote für hospitalisierte Kinder und Jugendliche (SHKJ) und Reintegration ins Schulwesen

https://www.szh.ch/spital-und-klinikschulen

Pädagogische Hochschule Zürich

> Vier Leitfäden und vier Filme zur Gestaltung von Übergängen

https://phzh.ch/weiterbildung/weiterbildung-fuer-die-volksschule/elementarbildung/uebergaenge-im-zyklus-1

Verband Kinderbetreuung Schweiz (kibesuisse)

> Übergänge in der Bildung und Betreuung von Kindern

https://www.kibesuisse.ch/news-detail/uebergaenge-in-der-bildung-und-betreuung-von-kindern-erleichtern-1

Stiftung visoparents

> Bedeutung des Übergangs

https://www.visoparents.ch/2026/04/24/bedeutung-uebergang

Reintegration

> Portraits gelungener Prozesse der Teil- und Reintegration von Kindern mit Behinderungen in Regelschulklassen

https://teil-reintegration.ch

Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung | Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (SDBB)

> Entwicklung und Erbringung von Informationsdienstleistungen für die Berufsbildung

https://www.sdbb.ch/berufsbildung/informationsdienstleistungen

Verein Transition 1525

> Förderung und Unterstützung der ganzheitlichen Betreuung während der Transitionsphase von Jugendlichen mit Behinderung oder chronischen Krankheit aus der pädiatrischen Betreuung in die Erwachsenen-Medizin & Betreuung

https://www.transition1525.ch

Rundschau

International

EU: Zehn Säulen, die die Zukunft der inklusiven Bildung prägen

Das 30-Jahre-Jubiläum der Europäischen Agentur für sonderpädagogische Förderung und inklusive Bildung (European Agency for Special Needs and Inclusive Education, EASNIE) bietet die Gelegenheit, über die erzielten Fortschritte nachzudenken und die Kräfte, die die Zukunft der Bildung prägen, neu zu beleuchten. Während die Leitprinzipien zu Gerechtigkeit, Teilhabe und Inklusion weiterhin im Mittelpunkt stehen, hat EASNIE «Zehn Säulen, die die Zukunft der inklusiven Bildung prägen» entwickelt. In diesen werden auf Systemebene erforderliche Massnahmen zur Verwirklichung dieser Prinzipien dargelegt. Es ist entscheidend, durch gezielte und koordinierte Massnahmen den Schritt von der Vision zur Umsetzung zu machen und Bildungssysteme dabei zu unterstützen, das Recht jedes Lernenden auf eine hochwertige inklusive Bildung zu wahren.

European Agency und zehn Säulen für die Zukunft der inklusiven Bildung (auf Englisch)

EU: Vorstand des Europäischen Behindertenforums

Mit Soufiane El Amrani und Joachim Busch wurden erstmals Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung in den Vorstand des Europäischen Behindertenforums (European Disability Forum) gewählt. Das Europäische Behindertenforum ist eine Dachorganisation von Menschen mit Behinderungen und vertritt die Interessen von über 100 Millionen Menschen mit Behinderungen in Europa.

Inclusion Europe: Wahl von zwei Personen mit einer kognitiven Beeinträchtigung ins Europäische Behindertenforum

National

11. Schweizer Forum für inklusive Bildung zu Universal Design for Learning

In einer zunehmend heterogenen Bildungslandschaft stossen traditionelle «One-Size-Fits-All»-Ansätze an ihre Grenzen. Universal Design for Learning (UDL) kann einen Rahmen bieten, um allen Schüler:innen mit ihren individuellen Bedürfnissen einen geeigneten Zugang zum Lernen zu ermöglichen. Anstatt nachträglicher Anpassungen schafft UDL flexible Lernumgebungen, die der Vielfalt aller Schüler:innen gerecht werden. Das 11. Schweizer Forum für inklusive Bildung beleuchtete diesen Ansatz aus drei verschiedenen Perspektiven und lud dazu ein, konkrete Schritte für die Praxis zu entwickeln. Die Präsentationen sind auf der Website des SZH verfügbar.

SZH: 11: Forum Inclusion zum Thema Universal Design for Learning

Autismus-Spektrum-Störungen: Umsetzung der Finanzierung der intensiven Frühintervention

Ab dem 1. Januar 2027 wird die Finanzierung eines Teils der intensiven Frühintervention (IFI) durch die Invalidenversicherung (IV) langfristig gesichert. Die IFI richtet sich an Kleinkinder mit schweren Autismus-Spektrum-Störungen und kombiniert medizinische mit pädagogischen Massnahmen. In seiner Sitzung vom 6. Mai 2026 hat der Bundesrat die Verordnung über die Voraussetzungen für die Finanzierung der medizinischen Massnahmen der IFI durch die IV verabschiedet. Die Beteiligung soll über Pauschalen erfolgen.

Portal der Schweizer Regierung: Finanzierung der IFI

Statistik der Ergänzungsleistungen zu AHV und IV 2025

Die Ausgaben für die Ergänzungsleistungen stiegen im Jahr 2025 um 4,7 Prozent auf 6,2 Milliarden Franken. Der Anteil des Bundes an diesen Kosten betrug rund 34 Prozent, den Rest trugen die Kantone. Ende 2025 bezogen 126 100 Personen eine Ergänzungsleistung zur Invalidenversicherung. Das sind 4300 Personen beziehungsweise 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der IV-Rentner:innen mit Ergänzungsleistung stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 49,8 Prozent. Eine wichtige Aufgabe übernehmen die Ergänzungsleistungen bei der Finanzierung eines Heimaufenthalts. Ende 2025 lebten 65 000 Personen mit Ergänzungsleistungen in einem Heim. Sie erhielten im Durchschnitt einen monatlichen Betrag von rund 3900 Franken. Das ist fast dreimal so viel wie der Ergänzungsleistungbetrag für eine Person zu Hause.

Portal der Schweizer Regierung: Medienmitteilung mit einer Statistik zu den Ergänzungsleitungen der AHV und IV

Begabtenförderung

An den Gymnasien sind besonders begabte Schüler:innen oft unterfordert. Das sagt der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer (VSG) und warnt vor den Folgen. Die Entwicklung habe sich verschärft, da die Zahl der Gymnasiast:innen gestiegen ist. Für Lehrpersonen sei es schwieriger geworden, auf einzelne Schüler:innen einzugehen. In einem Positionspapier verlangt der VSG eine stärkere Begabtenförderung.

Positionspapier des VSG zur Begabtenförderung

Grundsätze zum Öffentlichkeitsprinzip der EDK

Das Öffentlichkeitsprinzip definiert das Recht auf Zugang zu Informationen von Behörden. Auch die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) setzt dieses Prinzip seit dem Jahr 2011 um. Das Generalsekretariat hat im Zuge der Revision der Informationsgesetzgebung des Kantons Bern und aufgrund der aktuellen Rechtsprechung zum Öffentlichkeitsprinzip diese Umsetzung überprüft. Es kam zu dem Schluss, dass aus materieller Sicht keine Anpassung nötig ist. Der Vorstand hat jedoch beschlossen, die Praxis in Bezug auf das Öffentlichkeitsprinzip neu explizit in einem Dokument festzuhalten, wie es auch andere interkantonale Konferenzen handhaben.

EDK: Beschluss zum Öffentlichkeitsprinzip; Grundsätze der Umsetzung (PDF)

Regional / kantonal

BE: Abstimmungserläuterungen erstmals in Gebärdensprache

Für die Abstimmung vom 14. Juni 2026 stellt der Kanton Bern erstmals Erklärvideos in schweizerdeutscher und französischer Gebärdensprache zur Verfügung. Künftig will die Staatskanzlei alle kantonalen Abstimmungsvorlagen barrierefrei in Gebärdensprache aufbereiten.

Staatskanzlei des Kantons Bern: Abstimmungserläuterungen in Gebärdensprache

TG: Behindertenkonferenz (BEKO)

Nach längerer Planungszeit wurde am 05. Mai, dem Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, die Behindertenkonferenz Thurgau gegründet. Bereits 45 Personen haben sich als Mitglieder eingeschrieben und setzen sich ab sofort für absolute Inklusion ein. In den Vorstand wurden zwei Mitarbeitende der Pro Infirmis Fachstelle Inklusion Ost gewählt.

Thurgauer Zeitung: Gründung der Behindertenkonferenz

Varia

Drei Informationsfilme der Stiftung Cerebral

Wie fühlt sich der Alltag mit einer cerebralen Bewegungsbeeinträchtigung an? Mit welchen Angeboten unterstützt Cerebral die Betroffenen? Anlässlich ihres 60-Jahre-Jubiläums hat die Stiftung Cerebral drei neue Informationsfilme initiiert und in Auftrag gegeben.

Stiftung Cerebral: neue Informationsfilme

Behindertensession 2026 – gewählte Vertreter:innen

Auf Einladung von Nationalratspräsident Pierre-André Page findet am 21. Oktober 2026 die zweite Behindertensession im Bundeshaus statt. Die zweite Ausgabe knüpft an die erfolgreiche Premiere von 2023 an und verfolgt weiterhin dieselben Ziele: Inklusion zu stärken und politische Mitsprache von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verankern. Für die Behindertensession haben sich 200 Personen beworben. Die gewählten Vertreter:innen werden auf der Website von Pro Infirmis vorgestellt.

Pro Infirmis: Vertreter:innen der Behindertensession 2026

Webplattform «Die Box»: Projekte partizipativ gestalten

Auf dem Online-Portal «Die Box» stellt insieme Schweiz nützliche Hilfsmittel zur Verfügung, um Projekte zusammen mit Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung zu planen und umzusetzen. Die Plattform basiert auf den Bedürfnissen und Herausforderungen der Anwender:innen und wird gemeinsam mit ihnen kontinuierlich weiterentwickelt.

Insieme Schweiz: Webplattform «Die Box»

Laufende Forschungsprojekte

Learning Support Teams an Schulen (LST)

Laufzeit: 01.01.2025–31.12.2028

Forschende Institutionen: Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH), Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Abteilung Volksschule des Departements Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau, Schulamt Fürstentum Liechtenstein, Schulkreis UTO Stadt Zürich, Schulkreis Zürichberg Stadt Zürich

Das Projekt «Learning Support Teams» unterstützt Schulen im Umgang mit Vielfalt und Inklusionsorientierung. Erfahrene Fachpersonen unterstützen Lehr- und Fachpersonen sowie Schul- und Betreuungsleitungen bei der Planung, Durchführung und Evaluation des Unterrichts und des Betreuungsalltags. Darüber hinaus beraten sie die Schulen in Fragen zur Zusammenarbeit und Schulentwicklung. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, eine nachhaltige und inklusive Schulkultur aufzubauen. Die Learning Support Teams unterstützen Schulen direkt vor Ort. Die Inanspruchnahme ist stets freiwillig. Keine Schule und keine Lehrperson ist verpflichtet, ein Learning Support Team anzufordern. Gerade diese Freiwilligkeit schafft Vertrauen und Akzeptanz. Das Projekt wird von Kantonen, Hochschulen und Stiftungen getragen und wissenschaftlich begleitet.

PHZH: Forschungsprojekt zu Learning Support Teams an Schulen

Balance-Studie

Laufzeit: 01.01.2026–31.12.2029

Forschende Institutionen: Zentrum Lernen und Sozialisation (FHNW), Institut Forschung und Entwicklung (FHNW), Departement für Sonderpädagogik (UNIFR)

Die Balance-Studie untersucht, wie Faktoren im Unterricht und in der Familie sowie die sozial-emotionalen Kompetenzen von Jugendlichen die Entwicklung internalisierender und externalisierender Probleme, das subjektive Wohlbefinden sowie die schulischen Leistungen auf der Sekundarstufe I beeinflussen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die psychische Gesundheit von Jugendlichen unter Berücksichtigung schulischer Leistungsziele zu fördern. In dieser Längsschnittstudie werden schulische und familiäre Bedingungen der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und deren Leistungen untersucht. Unter psychischer Gesundheit werden sowohl internalisierende Probleme (z. B. Depressionen, Angst) als auch externalisierende Probleme (z. B. Hyperaktivität, Aggression) und das subjektive Wohlbefinden verstanden. Die Ziele der Studie sind herauszufinden, inwieweit protektive Faktoren im schulischen Unterricht und in der Familie die Wirkung aversiver Faktoren auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen reduzieren können und welche Rolle dabei sozial-emotionale Kompetenzen spielen. Innovativ ist dabei, dass die Wechselwirkungen von Faktoren der Schule und Familie längsschnittlich und im Kontext situiert untersucht werden.

Balance-Studie: Entwicklung der psychischen Gesundheit und der Leistungen in Unterricht und Familie

Parlamentarische Vorstösse

Quelle: Parlamentarische Dokumentation des Informations- und Dokumentationszentrums IDES sowie Geschäftsdatenbank Curia Vista des National- und Ständerats.

SCHWEIZ

IV-Renten. Handlungsbedarf bei der Rechtsgleichheit

Interpellation (26.3467) vom 20.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026

Tagesschulen und Tagesstrukturen. Bedeutung für die Chancengerechtigkeit

Interpellation (26.3389) vom 20.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026

Einbezug von Menschen mit Behinderungen bei der Schweizer Hilfe in der Ukraine

Interpellation (26.3271) vom 19.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026

Fetale Alkoholspektrumstörung FASD. Wie weiter?

Interpellation (26.3252) vom 19.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 20.05.2026

Innovative Ansätze zur Vereinfachung von Bedarfsabklärungen in der IV

Anfrage (26.1018) vom 19.03.2026 > Antwort des Bundesrates vom 13.05.2026

Stand der wissenschaftlichen Forschung zur inklusiven Bildung

Interpellation (26.3119) vom 16.03.2026 > Stellungnahme des Bundesrates vom 27.05.2026

KT. BASEL-LANDSCHAFT

Sonderschulung bei Eintritt in den Kindergarten

Interpellation (26.5140) vom 23.04.2026

Klassengrössen den heutigen Bedürfnissen anpassen

Postulat (26.5133) vom 23.04.2026

Prüfung einer Doppelzählung für Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten oder anderen besonderen Förderbedürfnissen analog zur bestehenden Regelung für Kinder im DAZ-Unterricht

Postulat (26.5131) vom 23.04.2026

KT. BASEL-STADT

Verordnung über die Schulung und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bildungsbedarf sowie die Spitalschulung (Sonderpädagogik- und Spitalschulverordnung, SPSSV); Teilrevision

Teilrevision (P260638) > Regierungsratsbeschluss vom 12.05.2026

KT: LUZERN

Wiedereinführung von Förder- oder Kleinklassen zur gezielten Ergänzung des integrativen Unterrichts

Postulat (P776) vom 11.05.2026

KT. URI

Stösst das integrative Schulsystem im Kanton Uri an seine Grenzen?

Interpellation (26.0439) vom 27.05.2026

Nachteilsausgleich an den Urner Schulen

Interpellation (26.0339) vom 22.04.2026

KT. WALLIS

Wie weit geht der Nachteilsausgleich an unseren Schulen?

Interpellation (25.06.279) vom 13.06.2025 > Antwort des Staatsrats vom 04.05.2026

Medien

Wenn nicht anders vermerkt, entstammen die Inhaltsbeschreibungen den Verlags- und Filmwebseiten.

Fachbücher

Der Natürliche Hörgerichtete Ansatz. Ein Praxisbuch zur Hörfrühförderung

Batliner, G. & Seebens, Y. (2025)

Reinhardt

Wie gelingt es, Familien nach der Verunsicherung durch die Diagnose «Hörschädigung» ressourcenorientiert zu begleiten? Der Natürliche Hörgerichtete Ansatz (NHA) ist ein weltweit bewährtes Konzept für die Frühförderung von Kindern mit Hörschädigung. Zentral dafür ist der Spracherwerb im natürlichen Dialog mitten im täglichen Leben. Detailliert und praxisnah stellen die Autorinnen den NHA vor und beschreiben, wie er im Frühförderalltag erfolgreich umgesetzt werden kann. Anhand zahlreicher Beispiele werden häufige Fragen zum NHA beantwortet und mögliche Herausforderungen beschrieben. Ausserdem wird dargestellt, wie der NHA durch Morag Clark in Grossbritannien entstanden ist und zu einem Umdenken führte – bis hin zu einem familienorientierten Empowerment-Konzept.

Gesunde Kommunikation für Therapieberufe

Holtmeier, L. (2026)

Thieme

Dieses Buch zeigt, wie gezielte Kommunikation den Therapieerfolg massgeblich beeinflussen kann – im direkten Kontakt mit Klient:innen, im Team und als Führungskraft. Die Autorin verbindet wissenschaftlich fundierte Modelle mit zahlreichen Fallbeispielen, Dialogen und erprobten Sprachmustern. So wird Kommunikation als zentrales therapeutisches Werkzeug greifbar. Therapeut:innen aus Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie erhalten alltagstaugliche Gesprächsleitfäden, Reflexionsimpulse und ehrliche Einblicke in typische Stolperfallen.

Stottern: Stolz und Vorurteil. Ein Unterschied und kein Defekt

Campbell, P., Constantino, C. & Simpson, S. (2025)

Demosthenes

Stottern wird typischerweise als Charakterfehler und persönliche Tragödie stigmatisiert. Die Autor:innen stellen das Stereotyp in Frage, dass Stottern von Natur aus negativ sei. Stattdessen betrachten sie Stottern als eine andere, wertvolle und respektierte Art zu sprechen. Das Buch vereint neue, bestärkende Stimmen und Meinungen zum Thema Stottern in einem anschaulichen Text. Durch die Kombination persönlicher Erzählungen, Kunst und der Disability Studies wird dokumentiert, wie die Gesellschaft Menschen, die stottern, seit langer Zeit behindert und auf welch vielfältige Weise Menschen neuartige und spannende Auffassungen über ihr Sprechen entwickelt haben. «Stottern: Stolz und Vorurteil» ist das erste veröffentlichte Buch, das das Thema Stottern aus der Perspektive des sozialen Modells untersucht und für Menschen, die stottern, die Allgemeinheit sowie für Fachleute geschrieben wurde.

Das Buch kann innerhalb Deutschlands kostenlos bestellt werden.

Mit Hund im Einsatz. Das Praxistagebuch. Alltag, Reflexion und Entwicklung im pädagogischen Kontext

Berger, K. (2026)

verlag modernes lernen

Hundegestützte Pädagogik eröffnet vielfältige Chancen im Bildungsalltag, erfordert jedoch ein hohes Mass an Verantwortung, Planung und Reflexion. Das Journal «Mit Hund im Einsatz – Das Praxistagebuch» wurde als praxisnahes Arbeits- und Reflexionsinstrument für pädagogische Fachkräfte entwickelt, die mit ihrem Hund in Bildungseinrichtungen tätig sind. Als Ergänzung zum Fachbuch «Schulbegleithund in Ausbildung» unterstützt das Praxistagebuch die konkrete Umsetzung hundegestützter Einsätze im Alltag. Es hilft Mensch-Hund-Teams, Einsätze zu strukturieren, Beobachtungen festzuhalten und Entwicklungen reflektiert zu begleiten. Im Mittelpunkt steht das Wohlbefinden des Hundes, ein klar strukturierter Einsatzrahmen sowie die realistische Einschätzung des Teams und der eigenen Ressourcen. Auch Selbstfürsorge und der bewusste Umgang mit Belastungen der einsetzenden Person sind zentrale Bestandteile eines nachhaltigen Einsatzes.

Erzählte Behinderung

Rohling

Brunner, S. & Roveroni, D. (Hrsg.) (2025)

edition clandestin

Eine Rezension von Thomas Wetter, SZH

Das Atelier Rohling ist im Kulturzentrum PROGR in Bern beheimatet. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 bietet es Kunstschaffenden mit Beeinträchtigungen einen offenen Raum, um sich zu begegnen, sich auszutauschen und künstlerisch tätig zu sein. Das Buch von Sophie Brunner und Diego Roveroni zeichnet die Entwicklung des Ateliers nach und beleuchtet dessen Arbeit – von den Abläufen im Atelier bis hin zu Ausstellungen, Kooperationen und Vermittlungsformaten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den ausführlichen Porträts der dort arbeitenden Künstler:innen. Diese werden durch ihre individuellen Arbeitsweisen, Motive und Ausdrucksformen veranschaulicht. Das Atelier versteht sich als inklusiver Ort, an dem Zusammenarbeit gelebt wird. Projekte entstehen im Dialog zwischen Künstler:innen, Begleitpersonen, Kurator:innen und dem Publikum. Das Buch dokumentiert diesen Dialog überzeugend mit zahlreichen Bildern und Fotografien sowie Stimmen aus dem Umfeld des Ateliers. Es macht dadurch die sozialen und ästhetischen Resonanzräume der Arbeiten sichtbar. Insgesamt ist es somit nicht nur eine Dokumentation, sondern auch ein Plädoyer für gelebte Vielfalt und ein Beispiel dafür, wie institutionelle Rahmenbedingungen Kreativität nicht nur ermöglichen, sondern auch nachhaltig fördern können.

Total Strangers. Autismus in der Popkultur

Merkl, U. (2026)

Patmos

Seit «Rain Man» 1988 in die Kinos kam, ist Autismus ein popkulturelles Phänomen in Romanen, Filmen und Serien. Figuren wie Sherlock Holmes, Mister Spock, Temperance Brennan oder Sheldon Cooper zeigen Eigenschaften, die an Autismus erinnern – oft faszinierend, manchmal klischeehaft. Ulrich Merkl, selbst Mensch im Autismus-Spektrum und Autor des Erfolgsbuches «Die unglaubliche Welt genialer Menschen mit Autismus», spürt in seinem neuen Werk der Darstellung von Menschen im Autismus-Spektrum in der Popkultur nach. Mit fundiertem Wissen, Humor und Einfühlungsvermögen analysiert er 300 Romane, Spielfilme und Serien von Klassikern. Dabei geht er den entscheidenden Fragen nach: Wie prägen diese Figuren unser Bild von Autismus? Fördern sie Verständnis – oder verfestigen sie Vorurteile? Und wie empfinden Menschen im Autismus-Spektrum selbst diese Darstellungen? Ein kluges, spannendes und unterhaltsames Buch über Mythos und Wirklichkeit – und über die Kunst, das Anderssein zu verstehen.

Freiheit ist Mutigkeit

Fritzen, A. (2026)

Ohrenkuss

Angela Fritzen ist ein Ohrenkuss Gründungsmitglied. Das bedeutet: Sie ist seit Anfang an als Autorin beim Magazin Ohrenkuss dabei, seit 1998. Die Texte und Fotos in diesem Buch sind während dieser Zeit entstanden. Seit einigen Jahren arbeitet Angela Fritzen an ihrem eigenen Buch. 2025 haben Angela Fritzen und Lea Jasmin Harder sich oft in ihrem Lieblingscafé (oder an anderen Orten, die guten Kaffee garantierten) getroffen und geschrieben. In dieser Zeit hat Angela Fritzen überlegt, welche Themen für sie besonders wichtig sind. Daraus sind die fünf Kapitel dieses Buches entstanden: Freiheit. Zukunft. Vergangenheit. Humor. Gefühle.

Filme

Der Frosch und das Wasser

Fischbach, D. (2025)

Pandora Film

Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schliesst sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an. Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip – durch Deutschland, die Schweiz und Japan – beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf. Über die App GRETA ist der Film als barrierefreie Fassung verfügbar: mit Audiodeskription, Untertiteln und Hörverstärkung.

Luisa

Roesler, J. (2025)

Filmwebsite

Luisa ist vor kurzem von zu Hause ausgezogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spass zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller, in der Wohngruppe geht das alltägliche Leben weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiss, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa entschliesst sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet und versucht herauszufinden, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.

Weiterbildung

www.szh.ch/weiterbildungskurse

Blick in die Revue

De la diversité des élèves à la diversité professionnelle. Quels soutiens à l’activité enseignante ?

Tevaearai, D., Protti, D., Allenbach, M. & Gabola, P. (2026).

Revue suisse de pédagogie spécialisée, 16 (01), 28–34

Die Waadtländer Schule fordert die Einführung kooperativer Praktiken, insbesondere seitens des Lehrkörpers, darunter auch der Klassenlehrer. Angesichts der zunehmenden Zahl von Fachkräften in einem auf Inklusion ausgerichteten Umfeld befasst sich diese Studie mit den Erfahrungen von Grundschullehrkräften hinsichtlich der Unterstützung ihrer Tätigkeit durch die beruflichen Beziehungen, die sie im Rahmen ihrer Arbeit aufgebaut haben. Ihre Erfahrungsberichte vermitteln ein besseres Verständnis dafür, wie diese Beziehungen zur Unterstützung des Lehrpersonals beitragen können, anstatt zu einer Überlastung.

L’évaluation des apprentissages au Canada. L’exemple du Québec

Lamarche, M.-A. & Ross, J. (2026)

Revue suisse de pédagogie spécialisée, 16 (01), 35–42

Quebec ist die einzige französischsprachige Provinz im mehrheitlich englischsprachigen Kanada und verfügt über ein Schulsystem, das auf gerechter, kohärenter und an die Vielfalt der Lernenden angepasster Bildung basiert. Zu diesem Zweck gibt es mehrere gesetzliche Rahmenbedingungen, die unter anderem die Bewertung des Lernens regeln und die Einrichtung eines inklusiven Systems ermöglichen. In den Klassenräumen werden verschiedene Bewertungsmethoden bevorzugt: pädagogische Differenzierung, vielfältige Bewertungsinstrumente, formatives Feedback sowie die aktive Beteiligung der Schüler:innen an der Selbst- und Peerbeurteilung.

La méthode Flip Flap – Une approche kinesthésique pour l’apprentissage du positionnement spatial des lettres.

Bertholet, F. (2026).

Revue suisse de pédagogie spécialisée, 16 (01), 53–59

Für viele Kinder mit graphomotorischen Schwierigkeiten ist das Erlernen der räumlichen Positionierung von Buchstaben eine Herausforderung. Die im Rahmen der Ergotherapie entwickelte Flip-Flap-Methode ist ein kinästhetischer und spielerischer Ansatz, der das Erlernen der räumlichen Orientierung von Kleinbuchstaben unterstützt. Basierend auf Körperbezugspunkten und einem symbolischen Rahmen – das Haus mit seinen Ebenen – fördert diese Methode das motorische Gedächtnis und das Verständnis der Schreibbereiche. Der Artikel stellt die theoretischen Grundlagen, die Umsetzung der Methode sowie ihre Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Pädagogik und Ergotherapie vor.