Dokumentation

Inhaltsverzeichnis

Literatur zum Schwerpunkt

Linksammlung zum Schwerpunkt

Rundschau

International

National

Regional / kantonal

Varia

Laufende Forschungsprojekte

Parlamentarische Vorstösse

Medien

Fachbücher

Erzählte Behinderung

Filme

Weiterbildung

Blick in die Revue

Literatur zum Schwerpunkt

Albrecht, J. & Hüning, N. (2024). Digitale Teilhabe von Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung. Entwicklung einer Definition, eines Modells und eines Erhebungsinstruments. Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-658-44380-1

Antener, G. & Bannwart Garibovic, J. (2025). Digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Bildung. Digitale Teilhabe: Keine Selbstverständlichkeit. Transfer: Berufsbildung in Forschung und Praxis, 4. https://edudoc.ch/record/241633

Beudt, S. (2024). Künstliche Intelligenz und Inklusion in der Arbeitswelt. Leitlinien und Kompetenzen für die KI-gestützte Förderung beruflicher Teilhabe. Expertise für das Projekt «Digitales Deutschland». JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. https://digid.jff.de/wp-content/uploads/2024/04/Expertise_KI_Inklusion_Beudt.pdf

Bosse, I. (2025). Barrierefreie KI: Wirklich für alle? https://digibasics.ch/lerntechtrends/barrierefreie-ki-wirklich-fuer-alle/ [Zugriff: 12.01.2026].

Bosse, I., Wahl, V., Rohse, D., Bachman, A. & Schäfer, C. (2025). Virtual Reality (VR) in Bildungsprozessen. Eine Interviewstudie zu Perspektiven von Schüler:innen, Lehrkräften und Fachkräften im Übergang Schule-Beruf. Zeitschrift für Inklusion, 20 (3), 63–82. https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/841/591

Burgio, N. M. (2020). Unterstützte Kommunikation in vorschulischen Handlungsfeldern. Herausforderungen der Fachkräfte und Handlungsempfehlungen für die Qualifizierung. Klinkhardt.

Caviezel Schmitz, S., Fackler, G., Eder, M. & Uhr, M. (2025). Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 31 (08), 2–8. https://doi.org/10.57161/z2025-08-01

Fehrmann, R. (2024). Künstliche Intelligenz im Unterricht. Zur Förderung von Zukunftskompetenzen durch Einsatz von Lernrobotern. Schulverwaltung Nordrhein-Westfalen, 35 (5), 138–142.

Fehrmann, R. & Zeinz, H. (2020). Digitale Bildung in der Hochschule. Förderung von digitaler Handlungs- und Vermittlungskompetenz bei Lehramtsstudierenden durch den didaktisch-methodischen Einsatz von Lernrobotern. In K. Kaspar, M. Becker-Mrotzek, S. Hofhues, J. König & D. Schmeinck (Hrsg.), Bildung, Schule, Digitalisierung (S. 309–314). Waxmann. https://doi.org/10.31244/9783830992462

Feichtinger, M., Bächler, L. & Bernasconi, T. (2025). Assistive Technologien und Unterstützte Kommunikation – Ergebnisse zum Steuerungswissen für lernende Systeme. In E. Besic, D. Ender & B. Gasteiger-Klicpera (Hrsg.), Resilienz.Inklusion.Lernende Systeme (S. 139–148). Klinkhardt. https://doi.org/10.25656/01:32704

Kirchschläger, P. C. (2024). Digitale Transformation und Ethik. Nomos Verlagsgesellschaft.

Klein, B. (2020). Hilfsmittel, Assistive Technologien und Robotik. Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter erhalten. Kohlhammer.

Meier-Popa, O. & Lanners, R. (2025). Digitale Barrierefreiheit in der Bildung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 31 (08), 9–15. https://doi.org/10.57161/z2025-08-02

Reber-Frei, C. (2025). Digitale Möglichkeiten in der heilpädagogischen Förderung: Lernen unterstützen, Beeinträchtigungen kompensieren und zur Chancengerechtigkeit beitragen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 31 (08), 21–27. https://doi.org/10.57161/z2025-08-04

Schmid-Meier, C. & Stoltz, C. (2025). Künstliche Intelligenz für alle? Einsichten, Ansichten und Aussichten zur Verwendung von KI im inklusiven Unterricht. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik,31 (08), 28–33. https://doi.org/10.57161/z2025-08-05

Schmid-Meier, C. (2023). Künstliche Intelligenz und menschliche Emotionen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (09), 29–34. https://doi.org/10.57161/z2023-09-05

Schriber, S. (2018). Kuscheln mit Robotern: Soziale Robotik als Möglichkeit für Menschen mit Behinderungen?! Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 24 (11–12), 13–19. https://ojs.szh.ch/index.php/zeitschrift/article/view/756

Schulz, L. & Schmid-Meier, C. (2024). Assistive Technologien und Künstliche Intelligenz: Ein KI-Kompetenzmodell zum Einsatz im Klassenzimmer. #schuleverantworten, 4 (1), 35–43. https://doi.org/10.53349/schuleverantworten.2024.i1.a397

Weller, S. I. & Rausch-Berhie, F. (2022). Berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung durch digitale Technologien. In S. Schumann, S. Seeber & S. Abele (Hrsg.), Digitale Transformation in der Berufsbildung (S. 103–121). Wbv. https://doi.org/10.3278/9783763971381

Willke, M. (2025). Assistive Technologien für Schülerinnen und Schüler mit chronisch somatischen Erkrankungen. In N. Sommer, S. Müller & R. Langnickel (Hrsg.), Brücken zur Teilhabe: Wo Krankheit und Schule sich begegnen. Chancen inklusiver Bildung für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen (S. 148–156). Klinkhardt. https://doi.org/10.35468/6197-12

Zentel, P., Sansour, T., Engelhardt, M., Krämer, T., & Marzini, M. (2019). Mensch und/oder Maschine? Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arbeit mit Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 25 (11–12), 35–42. https://ojs.szh.ch/index.php/zeitschrift/article/view/834

Linksammlung zum Schwerpunkt

Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik

> Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT)
> Universal Design for Learning (UDL)

https://www.szh.ch/themen/ict & https://www.szh.ch/de/themen/universal-design-for-learning

Allianz Digitale Inklusion Schweiz (ADIS)

> Zusammenarbeitsplattform für eine gerechte und inklusive digitale Gesellschaft

https://www.adis.ch

Educa

> Fachagentur zur schweizweiten Schaffung von Grundlagen für den digitalen Bildungsraum Schweiz

https://www.educa.ch/de

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH)

> Fachstelle ICT for Inclusion: Niederschwellige Beratung zu assistiven Technologien sowie zum Aufbau digitaler Medien- und Anwendungskompetenzen in Therapie und inklusivem Unterricht

https://www.hfh.ch/fachstellen/ict-for-inclusion

ETH Zürich

> Accessibility und Inklusion in der Lehre

https://ethz.ch/staffnet/de/lehre/accessibility-and-inclusion-in-teaching.html

Zugang für alle

> Kompetenzzentrum und Schweizer Zertifizierungsstelle für digitale Barrierefreiheit

https://access-for-all.ch

Unterstützte Kommunikation Schweiz

> Infoplattform zur Unterstützten Kommunikation

https://uk-schweiz.ch

Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation

> UK-Netzwerk, welches auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene Informationsaustausch und Zusammenarbeit ermöglicht

https://www.gesellschaft-uk.org/ueber-uk.html

International Society for Augmentative and Alternative Communication (ISAAC)

> fördert Kommunikationsmöglichkeiten für Menschen jeglichen Alters, die sich nicht oder nicht zufriedenstellend über die Lautsprache mitteilen können

https://isaac-online.org/english/home

CAST (2024)

> UDL Guidelines: About the Guidelines 3.0 Update

https://udlguidelines.cast.org/more/about-guidelines-3-0

Rundschau

International

UN-BRK-Navigator

Die Arbeit auf Basis der UN-BRK fordert von den Fachpersonen bestimmte Kompetenzen (Haltungen, Fähigkeiten und Kenntnisse). Diese sind im UN-BRK Navigator dargestellt. Sie beziehen sich auf die fünf zentralen Dimensionen der UN-BRK: Diskriminierung, Teilhabe, Rechte, Mobilität/Technik und Gesundheit.

Aktionsplan UN-BRK und UN-BRK-Navigator

1,9 Millionen Menschen mit Behinderungen im Jahr 2024 in Österreich

Im Jahr 2024 waren in Österreich laut Statistik Austria 24,7 Prozent der Wohnbevölkerung im Alter zwischen 15 und 89 Jahren bei Alltagsaktivitäten gesundheitsbedingt eingeschränkt. Das entspricht 1,9 Millionen Menschen mit Behinderungen, die darüber hinaus überdurchschnittlich von Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung sowie ungedecktem Bedarf an Pflege- und Alltagshilfe betroffen waren.

Statistik Austria zur Anzahl Menschen mit Behinderungen im 2024 (PDF)

Daten zur inklusiven Bildung: Wichtigste Ergebnisse aus EASIE 2018–2023

Ein neuer Bericht der Europäischen Agentur für Statistik zur inklusiven Bildung (European Agency Statistics on Inclusive Education, EASIE) präsentiert zentrale Ergebnisse aus fünf Jahren Datenerhebung in den EASNIE-Mitgliedsländern. Der Bericht beleuchtet die Fortschritte und anhaltenden Herausforderungen bei der Gewährleistung inklusiver Bildung für alle Lernenden im Zeitraum von 2018/19 bis 2022/23. Der Bericht unterstreicht das 30-jährige Engagement von EASNIE für die Unterstützung einer inklusiven Bildungspolitik und betont, dass eine Kombination aus numerischen Daten und qualitativen Erkenntnissen unerlässlich ist, um evidenzbasierte Massnahmen zu ermöglichen, die allen Lernenden zugutekommen. Der Bericht fordert fortgesetzte Investitionen in inklusive frühkindliche Bildung, eine sorgfältige Ressourcenverteilung im Einklang mit demografischen Veränderungen und die regelmässige Überprüfung von Sonderschulen, um sicherzustellen, dass diese keine Dauerlösung darstellen. Er mahnt ausserdem zu einer besseren Datenerhebung von Schüler:innen, die keine Schule besuchen, und zur Überprüfung geschlechtsspezifischer Vorurteile bei der Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf.

European Agency mit einem Bericht zur inklusiven Bildung

National

Gebärdensprachengesetz

Die nationalrätliche Kommission will die Gebärdensprachen mit einem eigenständigen Gesetz anerkennen und die Rechte von Menschen mit einer Hörbehinderung stärken. Bereits im August 2025 hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) einem Antrag auf eine Trennung der Anerkennung der Gebärdensprachen und der Teilrevision des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) zugestimmt. Mit der heute angenommene Kommissionsinitiative leitet die Kommission einen neuen politischen Prozess ein. Ziel ist die Anerkennung der Gebärdensprachen durch ein eigenständiges Gesetz, das vom Parlament ausgearbeitet wird. Dadurch sollen die Förderung der Gebärdensprache sowie die Gleichstellung von Menschen mit einer Hörbehinderung sichergestellt werden.

Schweizerischer Gehörlosenbund zu einem neuen Gebärdensprachgesetz

Nationale Umfrage zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Nach einer Umfrage im Jahr 2023 führt Pro Infirmis zum zweiten Mal eine Umfrage zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Schweiz durch. Ziel ist es, Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten in der Schweiz in verschiedenen Lebensbereichen zu erfassen und zu verstehen, wie gut sie sich in der Gesellschaft inkludiert fühlen.

Pro Infirmis mit einer nationalen Umfrage zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen 

Regional / kantonal

LU: Bildungsstatistik

Im Schuljahr 2025/26 besuchen 44'667 Lernende die öffentliche Regelschule. Das sind 394 Kinder und Jugendliche mehr als im Vorjahr. Die Zunahme betrifft die Primar- und Sekundarschule, während Kindergarten und Basisstufe einen leichten Rückgang verzeichnen. Die Zahl der Lernenden mit Massnahmen im Bereich Verhalten nimmt weiter zu. Dies wirkt sich auf die Sonderschulquote aus. Sie liegt nun bei 4,5 Prozent.

Luzerner Zeitung vom 28.01.2026 zur Sonderschulquote

NE: Gemeinde verweigert Betreuung von Kind mit Trisomie 21

Der Gemeinderat von La Chaux-de-Fonds weigert sich, ein 5-jähriges Kind mit Trisomie 21 in die ausserschulischen Betreuungseinrichtungen aufzunehmen. Dafür wird er bereits zum zweiten Mal vom Kantonsgericht Neuenburg gerügt. Das Gericht kritisiert den Gemeinderat scharf und fordert ihn unmissverständlich auf, die Aufnahme des Kindes endlich ernsthaft zu prüfen.

Inclusion Handicap und eine Medienmitteilung vom 19.12.2025 über ein Kind mit Trisomie 21

SZ: Integrative Schule

Die Regierung des Kantons Schwyz will das System der integrativen Förderung nicht überprüfen und lehnt ein entsprechendes Postulat ab. Ein Bericht hätte klären sollen, ob der Kanton eine eigene Institution für lern- und verhaltensauffällige Schüler:innen schaffen soll, wie sich Förder- und Kleinklassen auf Personalbedarf, Belastung der Lehrpersonen und Ausbildungsqualität auswirken und ob das integrative System insgesamt noch zeitgemäss ist.

Kanton Schwyz mit einem Postulat zur integrativen Schule

ZG: Kantonale Abstimmung zur politischen Inklusion

An der kantonalen Abstimmung zum Stimm- und Wahlrecht für Menschen mit kognitiven oder psychischen Behinderungen hat die Zuger Stimmbevölkerung gezeigt, dass sie sich für eine moderne und inklusive Demokratie einsetzt. Im Kanton Zug dürfen künftig auch Personen wählen und abstimmen, die wegen einer dauerhaften Urteilsunfähigkeit unter umfassender Beistandschaft stehen oder von einer vorsorgebeauftragten Person vertreten werden. Der bisherige Ausschluss dieser Personengruppe von Wahlen und Abstimmungen beruhte auf einer historisch gewachsenen Regelung, die nicht mehr dem heutigen Verständnis von Demokratie entspricht. Politische Entscheidungen betreffen Menschen mit Beeinträchtigungen ebenso wie alle anderen. Auch Menschen, die auf eine umfassende Beistandschaft oder eine Vertretung im Rahmen eines Vorsorgeauftrags angewiesen sind, können zur politischen Meinungsbildung fähig sein.

Kanton Zug und eine kantonale Abstimmung zur politischen Teilhabe

ZH: Zulassung zur Pädagogischen Hochschule mit Sehbehinderung

Die Pädagogische Hochschule Zürich muss nach einem Entscheid des Verwaltungsgerichts eine Frau mit einer Sehbehinderung zum Studium zulassen. Wie im Urteil ersichtlich ist, können Menschen mit einer Sehbehinderung nach Ansicht des Gerichts mit Unterstützung einer Assistenzperson an Primarschulen unterrichten. Ob eine Schule die Frau anstellen wolle, sei letztlich die Entscheidung der Schule. Der Entscheid, die Frau nicht zum Studiengang zuzulassen, sei jedoch diskriminierend und verfassungswidrig, urteilten die Richter und folgten damit dem Entscheid der Vorinstanz.

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit einem Urteil zur Zulassung einer Frau mit Sehbehinderung an die Pädagogische Hochschule

Varia

65 Jahre insieme Schweiz – Jubiläumsausstellung im Kornhausforum Bern

Insieme Schweiz feierte das 65-jährige Jubiläum. Zu diesem Anlass präsentierte die Organisation eine Ausstellung mit dem Titel «Und warum müssen wir uns ändern?» im Kornhausforum in Bern. Anhand von Erfahrungsberichten und Archivmaterial wurde die Entwicklung des Lebensalltags von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung und ihren Angehörigen in der Schweiz beleuchtet. Es wurden auch ein Film und Kunstwerke gezeigt. Die Ausstellung dauerte vom 04. Dezember 2025 bis am 15. Januar 2026.

Insieme Schweiz mit einer Jubiläumsausstellung im Kornhausforum in Bern

Laufende Forschungsprojekte

Mathematik Tutor zur Hilfestellung bei individuellen Lernvoraussetzungen (MATHiL)

Laufzeit: 2025 – 2028

Forschende Institutionen: Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) und Universität Zürich

Das Projekt MATHiL zielt darauf ab, Schüler:innen mit schwachen Mathematikleistungen auf der Sekundarstufe I durch die Entwicklung und Bereitstellung eines intelligenten Tutorensystems (ITS) gezielt zu fördern. Damit adressiert das Projekt die anhaltenden Defizite im Mathematikunterricht, die schon in der Primarstufe beginnen und sich in der Sekundarstufe oft weiter manifestieren und bietet eine innovative Lösung für ein weit verbreitetes Problem. Mit dem Fokus auf zentrale mathematische Basiskompetenzen – Zahlvorstellungen, das Stellenwertsystem und Grundrechenarten – soll der Tutor oder die Tutorin die Schüler:innen nicht nur im Unterricht, sondern auch in der individuellen Lernzeit unterstützen und ihre Lernlücken gezielt schliessen. Durch die Kombination von Instruktionspsychologie, Fachdidaktik und modernster Technologie wird eine personalisierte Lernumgebung geschaffen, die Fehler frühzeitig erkennt und individuell angepasste Hilfestellungen bietet. Das Projekt ist besonders relevant, da es unter anderem Schüler:innen mit sozioökonomischen Benachteiligungen adressiert, die im bisherigen Schulsystem oft ohne zusätzliche Unterstützung mangelnde Fähigkeiten nachholen müssen. Das Projekt stellt eine offene Plattform zur Verfügung, auf der Lehrpersonen aktiv an der Weiterentwicklung des Tutors oder der Tutorin teilnehmen können. Diese Plattform und die Schaffung umfassender Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen zusammen mit zentralen Praxispartnern des Volksschulamts Zürich zeigen, dass das Projekt nachhaltig verankert wird. Durch den iterativen Entwicklungsprozess, bei dem der Tutor oder die Tutorin in der Praxis getestet und kontinuierlich verbessert wird, ist der Erfolg des Projekts ambitioniert, aber realistisch. MATHiL hat das Potenzial, einen bedeutenden Beitrag zur Chancengleichheit im Bildungssystem zu leisten und Schwächen in Mathematik systematisch und nachhaltig abzuschwächen.

PHZH und ein Forschungsprojekt mit einem Mathematik Tutor zur Hilfestellung bei individuellen Lernvoraussetzungen

Parlamentarische Vorstösse

Quelle: Parlamentarische Dokumentation des Informations- und Dokumentationszentrums IDES sowie Geschäftsdatenbank Curia Vista des National- und Ständerats.

SCHWEIZ

Anerkennung der Gebärdensprachen durch die Schaffung eine Gebärdensprachenrahmengesetzes

Parlamentarische Initiative (26.404) vom 23.01.2026

Mobilitätshilfen für Menschen mit Behinderung. Wie gross ist der Innovationsspielraum?

Interpellation (25.4630) vom 18.12.2025

Ausbildungsperspektiven garantieren für Menschen mit Behinderungen, die in unbezahlten Langzeitpraktika angestellt sind

Postulat (25.4492) vom 10.12.2025

Verbesserung der Datenlage zur Gewalt gegen Menschen mit Behinderung: wo stehen wir?

Fragestunde. Frage (25.8277) vom 10.12.2025 > Antwort des Bundesrats vom 15.12.2025

Übersicht über gewährte Nachteilsausgleiche bei Bildungsabschlüssen

Postulat (25.4483) vom 08.12.2025

Wahrung der Kinderrechte in der ganzen Schweiz

Interpellation (25.4451) vom 03.12.2025

KT. BASEL-LANDSCHAFT

Lernbericht statt Zeugnis am Ende der 1. Klasse

Interpellation (25.543) vom 27.11.2025

KT. BERN

Klärung der Kostenexplosion im Angebot für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förder- und Schutzbedarf

Interpellation (25.1537) vom 03.12.2025

Wann stärkt der Kanton Bern endlich die Schulsozialarbeit?

Interpellation (25.474) vom 01.09.2025

Lehrpersonen stärken: Kleinere Klassen und Team-Teaching überall einführen

Motion (25.460) vom 01.09.2025

KT. ST.GALLEN

Erledigung parlamentarische Aufträge im Bereich der frühen Förderung

Bericht (40.25.05) vom 11.12.2025

Medien

Wenn nicht anders vermerkt, entstammen die Inhaltsbeschreibungen den Verlags- und Filmwebseiten.

Fachbücher

Lerngestaltung weiterdenken. Impulse und Methoden für gutes Lernen im
digitalen Wandel. KI und Schule

Hirsch, N. (2025)

Beltz

Das traditionelle Konzept von Unterricht prägt nach wie vor die Art und Weise, wie Lernen gestaltet wird – trotz zahlreicher Erkenntnisse, die zeigen, dass es weder besonders lernförderlich ist, noch den Anforderungen einer zunehmend digital geprägten Welt gerecht wird. In «Lerngestaltung weiterdenken» zeigt Nele Hirsch auf, wie eine neue Lernkultur in der Praxis gelingt. Statt auf vorgegebene Lernwege, Kontrolle und Bewertungszwang, setzt sie auf exploratives, soziales und selbstbestimmtes Lernen. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis thematisiert das Buch, wie Lernprozesse durch Lernfreude, Offenheit und Zusammenarbeit grundlegend neu gestaltet werden können. Kapitel für Kapitel werden zentrale Herausforderungen und praxisnahe Lösungsansätze diskutiert: Wie können Lernräume so gestaltet werden, dass sie Selbststeuerung fördern? Wie lassen sich Impulse so gestalten, dass sie Begeisterung wecken? Wie können Fragen als Motor für Lernen gezielt entwickelt und eingesetzt werden? Wie lassen sich Reflexion, Kreativität und kritisches Denken unterstützen? Und wie können die Bedürfnisse von Lernenden konsequent berücksichtigt werden? Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle von KI in der Bildung als einer noch relativ neuen Gestaltungsmöglichkeit im digitalen Wandel.

Pädagogik und Didaktik bei körperlich-motorischer Beeinträchtigung.
Fachliche Expertise für die schulische Inklusion

Thiele, A. (Hrsg.) (2025)

Kohlhammer

Wie kann schulische Teilhabe für Kinder und Jugendliche mit körperlich-motorischen Beeinträchtigungen gelingen? Dieses Buch bietet Einblicke in zentrale Fragen inklusiver Bildung. Wissenschaftlich fundierte Beiträge und praxisnahe Ansätze renommierter Sonderpädagog:innen aus dem deutschsprachigen Raum geben einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Arbeitsfeld körperlich-motorische Entwicklung (KmE). Der Band zeichnet die theoretischen Grundlagen und die historische Entwicklung des Fachbereichs nach und widmet sich ausführlich praxisrelevanten Handlungsfeldern – von Diagnostik, Förderung und Unterrichtsgestaltung bis hin zu bislang wenig beleuchteten Bereichen wie Hilfsmittelversorgung, assistive Technologien, digitale Teilhabe und Medienbildung. Der abschliessende Teil beleuchtet strukturelle Rahmenbedingungen gelingender Inklusion wie Fragen der Schulentwicklung oder Transitionsprozesse. Mit seinen wertvollen Anregungen, Perspektiven und Hintergrundwissen stellt der Band ein unverzichtbares Werk für Theorie und inklusive Praxis dar.

Kindliches Spiel in der frühen Kindheit. Psychodynamische Zugänge
in Pädagogik und Therapie

Kreuzer, T. F., Traxl, B., Langnickel, R. & Link, P.-C. D. (Hrsg.) (2026)

Beltz Juventa

Spielen macht den Menschen zum Menschen – dieses Buch zeigt, warum. Aus psychoanalytischer Perspektive und gestützt durch aktuelle empirische Befunde wird das frühkindliche Spiel als «Als-ob»-Raum entfaltet, in dem Affekte reguliert, innere Bilder geordnet und Beziehungen gestaltet werden. Interdisziplinär, theoriegeleitet und praxisnah verbindet das Buch Grundlagen mit heil- und sonderpädagogischen sowie therapeutischen Zugängen und übersetzt sie in konkrete Anregungen für Kita, Frühförderung und Beratung. Im Fokus stehen Affektregulation, Symbolisierung und Beziehungsgestaltung in den Institutionen des Aufwachsens von Familie und Kindergarten über Schule bis zur Psychotherapie. Für Fachkräfte, Studierende und alle, die Entwicklung verstehen und begleiten wollen.

Das Buch ist kostenlos im Open Access als PDF herunterladbar.

Pathological Demand Avoidance (PDA) und Autismus. Abwehr- und
Vermeidungsverhalten multiperspektivisch betrachtet

Hatami, S. & Theunissen, G. (Hrsg.) (2026)

Lambertus

Pathological Demand Avoidance (PDA) sorgt seit einigen Jahren für wachsende Aufmerksamkeit: Kinder und Jugendliche mit stark ausgeprägtem Vermeidungs- und Abwehrverhalten werden zunehmend einem neuen Autismus-Subtyp zugeordnet. Doch was steckt hinter diesem Begriff? Handelt es sich um ein eigenständiges Profil oder um einen Selbstschutzmechanismus unter belastenden Bedingungen? Dieses Buch beleuchtet PDA differenziert, zeigt Abgrenzungen zu anderen Phänomenen und gibt praxisnahe Empfehlungen für Pädagogik, Familien und Einrichtungen. Ziel ist es, vorschnelle Etikettierungen zu vermeiden und Wege zu finden, die Betroffenen und ihrem Umfeld wirklich helfen.

Erzählte Behinderung

Geboren, vergessen, gekauft, geliebt. Ein rumänisches Waisenkind auf dem
Weg ins Leben

Müller, F. (2025)

Carow

Als Birgit und Helge Müller im Herbst 1998 ein Kind aus einem rumänischen Waisenhaus adoptieren, glauben sie sich am Ziel ihrer Wünsche. Sie ahnen nicht, dass sie von nun an einen Sohn mit einer schweren Behinderung haben, denn Florin ist im Autismus-Spektrum. Aber das erfahren sie erst viel später. Jahre voller Verzweiflung, aber auch voller Hoffnung folgen. Jahre in denen Traumata aufgedeckt werden, ausgelöst von seiner schrecklichen menschenunwürdigen Zeit im Waisenhaus – aber auch Jahre in denen Florin lernt, sich mit Hilfe eines Computers mitzuteilen und sogar seinen Schulabschluss überragend nachholt. Florin Müller lässt die Leser:innen mit grosser Intensität an allen Höhen und Tiefen teilhaben. Er selbst ist der Verfasser dieses teils fremdartigen Buches, mit dem es ihm dennoch auf beeindruckende Weise gelingt, die Leser:innen vor allem mit den mehr als 20 Gedichten zu verzaubern. Das Buch ist mit einem interaktiven Teil versehen, der Menschen ohne Autismus ermöglicht, hautnah am eigenen Leib die Wahrnehmung dieses Menschen im Autismus-Spektrum zu begreifen und zu durchdringen. Dieser Bestandteil des Buches macht es zu mehr als einer reinen Autobiografie.

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104

Abel, S. (2025)

dtv

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiss. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn Hardy nennt und schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschliessen, sich nie wieder loszulassen. Klug, einfühlsam und berührend erzählt Susanne Abel in ihrem neuen Roman von der lebenslangen Liebe zweier Heimkinder. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend. Eindringlich und aufrüttelnd. Ein bewegender Familienroman über den Einfluss unserer Vergangenheit auf unsere Nachkommen.

Weltalltage

Fürstenberg, P. (2025)

Kiepenheurer & Witsch

Sie sind beste Freunde und teilen sich eine Wohnung. Max ist Architekt, sie Schriftstellerin und seit ihrer Kindheit chronisch krank. Er ist der Gesunde, sie die Kranke. So war es immer. Doch dann wächst eine Finsternis in Max. Er bricht den Kontakt ab. Was der Schriftstellerin gegen den Freundschaftskummer hilft, ist das Schreiben, das versuchsweise Ordnen der Vergangenheit in Listenform. Also erzählt sie ihre Geschichte, und die von Max, von der Nachwendekindheit im Osten bis in die Gegenwart. Sie denkt über die gesellschaftlichen Verhältnisse nach, über das Kranksein – und die Sprache der Körper. Doch durch Denken und Schreiben allein lässt sich einem Kummer nicht beikommen. Dafür muss sie aufstehen, tanzen gehen, loslassen. Ein paar Stunden nur, ein paar Tage. Und dann steht Max plötzlich wieder vor der Tür.

Filme

I love you, I leave you

Freiburghaus, M. (2025)

Outside the Box

Für ein Konzert reist der Schweizer Musiker Dino Brandão nach über 20 Jahren nach Angola, das Heimatland seines Vaters. Konfrontiert mit dessen Vergangenheit und Fragen zur eigenen Identität, wird bei Dino eine manische Episode ausgelöst. Was passiert, wenn der beste Freund psychisch erkrankt? Wie geht man damit um – und wie erlebt die betroffene Person selbst diesen Ausnahmezustand? Dem Regisseur Moris Freiburghaus gelingt mit «I love you, I leave you» ein zutiefst persönlicher Dokumentarfilm über seine langjährige Freundschaft mit Dino Brandão.

En attendant Zorro

Moon Howe, S. (2024)

Memeto Production

Der Film thematisiert auf sensible und einfühlsame Weise den Alltag von Eltern und ihrem Kind mit einer schweren Behinderung. Hinter verschlossenen Türen warten sie auf einen Platz in einer Betreuungseinrichtung. In der Zwischenzeit wird der Versuch unternommen, mit den Schwierigkeiten und Verhaltensstörungen fertig zu werden. In dieser existenziellen Krise begleitet der Film die Arbeit von Lucas, einem Sozialpädagogen, der die Familien zu Hause besucht und versucht, ihnen zu helfen. Lucas verleiht den erschöpften Familien die Energie und den Optimismus, sich ein leichteres Leben aufzubauen, während sie auf eine strukturelle Lösung warten, die sich nur langsam abzeichnet.

Envolées. Inclusion des femmes en situation de handicap

Ferrer, V. & Marin, P. (2024)

A la Vista

Es gibt mehr Frauen mit Behinderungen als Männer. Dennoch bleiben sie in unserer Gesellschaft unsichtbar. Der Dokumentarfilm bricht das Schweigen und deckt die doppelte Diskriminierung auf, der sie aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Behinderung ausgesetzt sind. Sechs mutige Frauen berichten von den täglichen Hindernissen, denen sie begegnen, und den Ressourcen, die sie mobilisieren, um sich einen Platz in der Arbeitswelt zu sichern. Der Film macht deutlich, dass ein Paradigmenwechsel dringend notwendig ist, und fordert den Aufbau einer integrativeren und gleichberechtigteren Gesellschaft.

Weiterbildung

www.szh.ch/weiterbildungskurse

Blick in die Revue

Le Pôle Numérique Aidant dans l’enseignement postobligatoire du Canton de Vaud. État des lieux et mise en perspective après deux ans de déploiement
Favrod, O.

Revue suisse de pédagogie spécialisée, 15 (3), 24–31.

Das Programm «Digitale Helfer» wird seit Beginn des Schuljahres 2023 auf Sekundarstufe II im Kanton Waadt ausgebaut. Es zielt darauf ab, die Zugänglichkeit der Ausbildung zu verbessern, die Chancengleichheit und Selbstständigkeit der Auszubildenden zu fördern sowie Lehrpersonen durch digitale Unterstützung für die Vielfalt der Schüler:innen zu sensibilisieren und zu begleiten. Die Digitalisierung bietet zusammen mit anderen Ressourcen eine zusätzliche Möglichkeit, um Situationen zu verbessern, in denen das Lernen durch eine Störung oder Beeinträchtigung erschwert wird.

Les mises en scène télévisuelles de « la vie avec un handicap ». D’un validisme qui s’ignore au travail collectif de sa déconstruction
Marcellini, A., Guyot, R. & Scheidegger, J.

Revue suisse de pédagogie spécialisée, 15 (4), 2–9.

Das Fernsehen widerspiegelt die Gesellschaft – es ist, wie Macé (2006) sagt, ihr «Double». Das Westschweizer Fernsehen nährt sich also von unseren kollektiven Vorstellungen von Menschen mit Behinderungen und prägt sie wiederum. Doch wie hat sich die Darstellung von Behinderungen seit den 1950er-Jahren verändert? Lässt sich ein bestimmtes Muster erkennen? Um diese Fragen zu beantworten, führte unser Forschungsteam zunächst eine bildsoziologische Analyse durch und ergänzte sie später durch eine partizipative Bildsoziologie in Zusammenarbeit mit Vertreter:innen verschiedener Verbände. Gemeinsam legten wir die unterschiedlichen Facetten eines tief verwurzelten, oft unbewusst fortgeführten Validismus im Fernsehen offen – und begannen, diese kritisch zu hinterfragen und zu dekonstruieren.

Des témoignages pour briser les idées reçues sur le handicap. Le recueil de cinq parcours de vie, tous singuliers et instructifs
Engels, L. & Winkler, E.

Revue suisse de pédagogie spécialisée, 15 (4), 17–27.

Die «Revue suisse de pédagogie spécialisée» wollte Menschen mit Behinderungen selbst zu Wort kommen lassen – damit sie aus ihrer eigenen Sicht erzählen können, was es bedeutet, mit einer Behinderung zu leben. Fünf Personen erklärten sich bereit, von ihren Lebenswegen und Erfahrungen zu erzählen. Wir bedanken uns bei Elvis Milano, Félicie, Landry Fragnière, Philippe Aubert und Sophie für ihr Vertrauen und ihr Engagement. Die einzigartigen Erfahrungsberichte zeigen unterschiedliche Behinderungen: Autismus-Spektrum-Störung, kognitive, motorische und kommunikative Beeinträchtigungen sowie psychische Störungen. So wird deutlich, dass sich hinter dem scheinbar einheitlichen Begriff «Behinderung» sehr unterschiedliche und komplexe Lebensrealitäten verbergen.