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to issue Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik

Dokumentation

Inhaltsverzeichnis

Literatur zum Schwerpunkt 47

Linksammlung zum Schwerpunkt 48

Rundschau 49

Laufende Forschungsprojekte 52

Parlamentarische Vorstösse 53

Medien 54

Weiterbildung 59

Blick in die Revue 59

Literatur zum Schwerpunkt

Bradl, C. (2023). Gewaltschutz als Aufgabe einer teilhabeorientierten Behindertenhilfe. Teilhabe – die Fachzeitschrift der Lebenshilfe, 62 (1), 20–25. https://www.lebenshilfe.de/fileadmin/Redaktion/PDF/Wissen/public/Zeitschrift_Teilhabe/LH-104-53_FZ_Teilhabe_1_2023_E_Paper.pdf

Bundesrat (2023). Gewalt an Menschen mit Behinderungen in der Schweiz. Bericht des Bundesrats in Erfüllung des Postulats 20.3886 Roth Franziska vom 19. Juni 2020. https://www.parlament.ch/centers/eparl/curia/2020/20203886/Bericht%20BR%20D.pdf

Calabrese, S., Clavadetscher, C. & Gross, M. (2025). Institutionsinterne Meldestellen als Element der Gewaltprävention. Potenziale, Herausforderungen und Grenzen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 31 (6), 33–38. https://doi.org/10.57161/z2025-06-06

Carigiet, T. (2023). Auf dem Weg zur gesetzlichen Verankerung einer gewaltfreien Erziehung von Kindern und Jugendlichen: Ein Gespräch mit Brigitte Schöbi vom Institut für Familienforschung und -beratung der Universität Freiburg. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik29 (03), 10–17. https://doi.org/10.57161/z2023-03-02

Caspari, P. (2021). Sexualisierte Gewalt. Aufarbeitung und Bewältigung aus einer reflexiv-sozialpsychologischen Perspektive. DGVT.

Caviezel Schmitz, S. & Krüger, P. (2023). Wie zugänglich sind Hilfsangebote für gewaltbetroffene Menschen mit Behinderungen? Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik29 (06), 38–44. https://doi.org/10.57161/z2023-06-06

Dusel, J. & Schlegl, B. (2022). Schutz vor Gewalt in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen – Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis. https://www.publikationen-bundesregierung.de/resource/blob/2277952/2050362/512b14881e1ab3f09ce161cc883a7467/schutz-vor-gewalt-in-einrichtungen-fuer-menschen-mit-behinderungen-alltagssprache-2022-download-bbmb-data.pdf?download=1

Güttinger, L. (2022). Das soziale Miteinander als Auftrag der Begleitung und Betreuung: Prävention, Deeskalation und Schutz bei Grenzverletzungen zur Förderung des positiven sozialen Miteinanders. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik28 (9), 44–49. https://ojs.szh.ch/index.php/zeitschrift/article/view/1032

Kalcher, M. & Seidler, Y. (2023). Prävention barrierefrei – sexuelle Bildung im Kontext Behinderung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik29 (06), 31–37. https://doi.org/10.57161/z2023-06-05

Kasper, D. (2019). Das Tabu ist gebrochen, der Missbrauch geht weiter! Prävention von sexualisierter Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik25 (4), 36–43. https://ojs.szh.ch/index.php/zeitschrift/article/view/792

Krüger, P., Caviezel Schmitz, S. & Eder, M. (2022). Sicherstellung eines niederschwelligen und barrierefreien Zugangs zu Hilfsangeboten für gewaltbetroffene Menschen mit einer Behinderung. Schlussbericht. Hochschule Luzern. https://zenodo.org/records/10671054

Lämmerhirt, L. S., Cigelski, M., von Seeler, I. & Pülschen, S. (2024). Elterliche Sexualaufklärung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung als Anknüpfungspunkt für die Prävention sexuellen Missbrauchs. Empirische Sonderpädagogik, 16 (1), 3–17. https://doi.org/10.2440/003-0017

Mayrhofer, H. & Fuchs, W. (2020). Gewalt an Menschen mit Behinderungen. Ausgewählte Ergebnisse der ersten österreichweiten Prävalenzstudie. Zeitschrift Menschen, 43 (3), 15–23.

Mayrhofer, H., Schachner, A., Mandl, S. & Seidler, Y. (2019). Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen. Wien: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz. https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/105651/ssoar-2019-mayrhofer_et_al-Erfahrungen_und_Pravention_von_Gewalt.pdf

Meili, B. & Aebischer, N. (2023). Gemeinsam für das Kindeswohl. Früherkennung von Kindeswohlgefährdung am Beispiel des Kantons Bern. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik29 (03), 2–9. https://doi.org/10.57161/z2023-03-01

Scherzinger, M. & Wettstein, A. (2018). Mobbing in der Schule – erkennen und handeln. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik24 (5-6), 6–11. https://ojs.szh.ch/index.php/zeitschrift/article/view/724

Schröttle, M., Arnis, M., Kraetsch, C., Homann, T., Weis, C., Herl, T., La Guardia, T. & Lehmann, C. (2024). Gewalt und Gewaltschutz in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Institut für empirische Soziologie (IfeS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/Forschungsberichte/gewalt-und-gewaltschutz-in-einrichtungen-der-behindertenhilfe-lang.pdf

Seelandt, M. (2022). Entwicklung eines Gewaltschutzkonzepts bei Leben mit Behinderung Hamburg. Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, 25 (2), 222–237. https://doi.org/10.13109/kind.2022.25.2.222

Teubert, A. (2023). Konsequente Personenzentrierung zum Schutz vor (sexualisierter) Gewalt. Teilhabe, 62, 5–11.

Tratter, E. (2023). Die kategorischen Fragen der Gewalt: Ein Modell ethischer Entscheidungsfindung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik29 (04), 27–32. https://doi.org/10.57161/z2023-04-05

von Weiler, J. (2025). #duauch? Mach Dich stark. Gegen sexuelle Gewalt. Ein spezialisiertes Angebot für taube und hörbeeinträchtigte Jugendliche, Eltern & Fachkräfte. Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis, 70 (1), 23–24. https://www.kjug-zeitschrift.de/de/Artikel/6162

Zdoupas, P., Vösgen-Nordloh, M. & Kulawiak, R. (2025). Subjektives schulisches Wohlbefinden in inklusiven Schulen im Spannungsfeld zwischen sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und psychosozialen Problemen. Emotionale und Soziale Entwicklung, 7 (7), 124–139. https://doi.org/10.35468/6178-07

Linksammlung zum Schwerpunkt

Kinderschutz Schweiz

> Prävention in Institutionen und Organisationen

Stiftung Kinder und Gewalt
> Schutz von Kindern und Jugendlichen

Limita. Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung

> Schutz vor sexueller Ausbeutung

INSOS. Der Branchenverband der Dienstleister für Menschen mit Behinderung

> Charta Prävention

Bundesvereinigung Lebenshilfe

> Gewaltprävention für Dienste und Einrichtungen

Lebenshilfe Österreich

> Gewaltschutz und Prävention

Gewaltschutzzentren Österreich

> Gewaltprävention

Rundschau

International

Schweizer Engagement an der UN-BRK-Vertragsstaatenkonferenz

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) organisierte das Zentrum für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (ZRMB) gemeinsam mit der Schweiz im Rahmen der 19. Vertragsstaatenkonferenz bereits zum dritten Mal einen Side Event. Im Mittelpunkt standen die wachsende Bedeutung der UN-BRK für die Auslegung anderer Menschenrechtsinstrumente und die Rechtsprechung. Ein Höhepunkt war die Rede von Luana Schena vom Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV) am Civil Society Forum. Sie machte auf die langen Bearbeitungszeiten der UN-Ausschüsse und deren prekäre finanzielle Situation aufmerksam und unterstrich deren zentrale Rolle bei der Überwachung der Menschenrechtskonventionen. Ihr Appell: Die Staaten müssen den Ausschüssen ausreichend Ressourcen zur Verfügung stellen, damit diese ihre Aufgaben wirksam erfüllen können.

Newsletter «Handicap & Politik 04/2026» von Inclusion Handicap und die 19. Vertragsstaatenkonferenz zur UN-Behindertenrechtskonvention

National

BSV publiziert erstmals den Gesamtbericht zum Audit in der IV

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) führt jährliche Audits bei allen 26 IV-Stellen durch. Der Gesamtbericht zum Audit wird dieses Jahr erstmals publiziert, um die Transparenz der Aufsicht zu erhöhen. Das Geschäftsfeld IV ist verantwortlich für die Aufsicht über die IV-Stellen, wobei das Audit eines der Hauptinstrumente dieser Aufsicht ist. Im Jahr 2025 wurde unter anderem geprüft, ob die Hilflosenentschädigungen korrekt zugesprochen werden und ob die Informatiksicherheit und der Datenschutz gewährleistet sind.

Gesamtbericht IV-Stellen-Audits 2025 (PDF)

IV: Hilflosenentschädigung bei Bedarf an lebenspraktischer Begleitung für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung und einer Intelligenzminderung

In einem zur Publikation vorgesehenen Urteil vom 24. September 2025 (8C_229/2024) stellt das Bundesgericht fest, dass hinsichtlich des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung aufgrund des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung für Menschen im Autismus-Spektrum die entscheidende Frage lautet, ob gleichzeitig eine Intelligenzminderung vorliegt. Ist dies der Fall, findet Art. 42 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) keine Anwendung und der Anspruch auf eine Invalidenrente ist keine Voraussetzung. Es ist zu hoffen, dass dank dieser neuen Rechtsprechung Menschen im Autismus-Spektrum und ähnlichen neurologischen Entwicklungsstörungen, die keine Rente beziehen, künftig nicht mehr von vornherein vom Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung aufgrund des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung ausgeschlossen werden.

Inclusion Handicap und ein Gerichtsurteil zur Hilfslosenentschädigung (PDF)

Inklusionsindex 2026

In welchen Lebensbereichen fühlen sich Menschen mit Behinderungen weiterhin benachteiligt, und wo gibt es Fortschritte? Um diese Fragen zu beantworten und die Entwicklungen im Zeitverlauf zu erfassen, hat Pro Infirmis zum zweiten Mal eine Studie in Auftrag gegeben. Die erstmals 2023 durchgeführte Inklusionsstudie wurde nach drei Jahren wiederholt. Im Zentrum der Studie steht die Selbsteinschätzung von Menschen mit Behinderungen in zehn Lebensbereichen. An der aktuellen Befragung nahmen 2’207 Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren teil. Die Teilnehmenden sind unterschiedlichen Geschlechts, haben verschiedene Behinderungsarten und kommen aus unterschiedlichen Sprachregionen.

Pro Infirmis mit dem Inklusionsindex 2026

«Der Mensch im Zentrum» – Praxisorientierte Unterstützung für Institutionen

Der Leitfaden «Der Mensch im Zentrum» von Curaviva stellt die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Lebensgeschichten der Bewohner:innen konsequent ins Zentrum des professionellen Handelns. Er bietet Institutionen der Langzeitpflege sowie Institutionen für Menschen mit Unterstützungsbedarf konkrete Orientierungshilfen, um personzentrierte Betreuung und Pflege im Alltag umzusetzen. Der Leitfaden kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Artiset mit einem Leitfaden zur praxisorientierten Unterstützung

Erweitertes Curriculum Sehbeeinträchtigung

Kinder und Jugendliche mit einer Sehbeeinträchtigung brauchen zusätzliches Wissen und Fähigkeiten, um an Bildung, Beruf und Gesellschaft teilzuhaben. Beispiele dafür sind Wahrnehmungsförderung und Access-Technologien. Dieses zusätzliche Know-how ist aber in keinem der drei bestehenden Schweizer Lehrpläne festgelegt. Aus diesem Grund hat die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH) im Auftrag des SZBLIND das «Erweiterte Curriculum für Kinder und Jugendliche mit Sehbeeinträchtigung in der Schweiz» (ECS) entwickelt. Im ECS sind elf spezifische Bildungsbereiche für Lernende mit Sehbeeinträchtigung festgelegt. Zudem umfasst das ECS eine systematische Einschätzung des individuellen Unterstützungsbedarfs der Lernenden. Das ECS und die zugehörige Dokumente sind in drei Landessprachen verfügbar.

SZBlind und das erweiterte Curriculum Sehbeeinträchtigung

Regional / kantonal

AG/ZH: Netzwerk Inklusive Arbeitgeber

Dieses Netzwerk aus inklusiven Arbeitgebern setzt sich dafür ein, dass Arbeitskräfte mit Behinderungen oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgreich Fuss fassen. Durch den Abbau von Barrieren und das Schaffen von Chancen wird ein Beitrag zu einem inklusiven Arbeitsmarkt geleistet.

Netzwerk Inklusive Arbeitgeber

GE: Initiative für eine echte inklusive Schule eingereicht

Der Genfer Verband der Behindertenorganisationen und deren Angehöriger (Fédération genevoise des associations de personnes handicapées et de leurs proches) hat am 7. April 2026 eine Volksinitiative für eine echte schulische Inklusion von Kindern mit Behinderungen eingereicht. Die Gesetzesinitiative beauftragt den Kanton, den in der UN-Behindertenkonvention verankerten Anspruch auf diskriminierungsfreie Bildung umzusetzen. Sie orientiert sich dabei an der Organisation der Sonderpädagogik im Tessin und sieht für die Planung des Übergangs eine Frist von zehn Jahren vor.

Newsletter «Handicap und Politik» 03/2026 von Inklusion Handicap zu einer Initiative für eine echte inklusive Schule in Genf

Zur Initiative für eine inklusive Schule (auf Französisch)

ZH: Neues Tool – Mehrfachdiskriminierung erkennen und berücksichtigen

Die Fachstelle Gleichstellung des Kantons Zürich hat ein neues Instrument zur Sensibilisierung für Mehrfachdiskriminierungen veröffentlicht. Es wurde gemeinsam mit Fachpersonen mit Behinderungen entwickelt. Das neue Tool «Mehrfachdiskriminierung» beleuchtet Situationen, in denen Geschlecht und Behinderung zusammenwirken – zum Beispiel in den Bereichen Bildung, Erwerbsleben, politischer Teilhabe, Zugang zu Unterstützung oder Schutz vor Gewalt. Damit unterstützt das Tool Interessierte und Fachpersonen dabei, Mehrfachdiskriminierung im eigenen Fachbereich besser zu erkennen und Massnahmen geschlechtersensibel und inklusiv zu gestalten. Es ist kostenlos und online zugänglich.

Fachstelle Gleichstellung des Kantons Zürich mit einem Tool zu «Mehrfachdiskriminierung»

Varia

Autismusverlag – Verlag des Jahres 2026

Der Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband (SBVV) vergibt seit 2010 den Preis des Schweizer Buchhandels. Jeweils drei Buchhandlungen und drei Verlage werden nominiert. Die Jury hat in diesem Jahr den Autismusverlag in St. Gallen mit dem Preis des Schweizer Verlags 2026 ausgezeichnet. Der Autismusverlag ist ein spezialisierter Fachverlag, der sein Leitbild von und für Menschen mit und ohne Autismus konsequent lebt. Der Verlag setzt die Inklusion auch selbst um: Die Hälfte der Mitarbeitenden befindet sich im Autismusspektrum. Mit einem internationalen Programm, lokaler Produktion und durch aktiven Einsatz in der Community bereichert der Verlag den Schweizer Buchmarkt.

SBVV und der Verlag des Jahres 2026

80 Jahre Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS

Der SGB-FSS hat sein 80-jähriges Bestehen mit einem festlichen Galaabend gefeiert. Gäste aus der ganzen Schweiz blickten gemeinsam auf acht Jahrzehnte Engagement für die Rechte, die Gleichstellung und die Teilhabe von Menschen mit einer Hörbehinderung zurück. Ein besonderes Highlight war das Gespräch mit ehemaligen Führungspersönlichkeiten des Verbands über die Zukunft der Gehörlosengemeinschaft.

Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS feierte 80 Jahre Jubiläum

SZH Podcast mit Georg Feuser über die Krise des Schulsystems

In dieser Folge des SZH-Podcasts spricht Barbara Egloff mit Georg Feuser über die Krise des Schulsystems. Georg Feuser verfügt über langjährige Erfahrung in Theoriebildung, Forschung, Lehre und Praxis. Im Zentrum seines Wirkens stehen Integration und Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Er entwickelte eine umfassende Konzeption einer «Allgemeinen Pädagogik und entwicklungslogischen Didaktik». Barbara Egloff und Georg Feuser gehen folgenden Fragen nach: Handelt es sich um eine neue Krise des Schulsystems oder besteht sie schon seit langer Zeit? Und weshalb kommen wir nicht weiter? Es besteht der Eindruck, dass es heutzutage immer mehr Kinder mit Förderbedarf gibt– und damit auch eine zunehmende Überforderung der Eltern und Lehrpersonen. Offensichtlich mangelt es an einer Passung zwischen Kind und Schule. Die Ursachen dafür werden jedoch häufig auf der falschen Seite gesucht. Was wir brauchen, ist eine Veränderung des Menschenbildes. Bildungsfern sind nämlich nicht die Kinder oder ihre Familien, sondern das Bildungssystem selbst. Wir müssen Mut zeigen und die Schule kindgerechter gestalten. Die Schule muss bilden und erziehen, statt die Kinder nur auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

SZH-Podcast mit Georg Feuser über die Krise des Schulsystems

Die Neue Norm – Podcast zu Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung

In dieser Folge eines Podcasts der Neuen Norm sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen über Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung und warum dieses System dringend grundlegend verändert werden muss. Zu Gast ist Wolfgang Raczkowsky, ein Kollege bei den Sozialheld:innen, der über 30 Jahre in einer Werkstatt gearbeitet hat. Er erzählt, wie er dorthin kam, welche Arbeit er dort gemacht hat, wie wenig Geld er verdiente und warum er während der Corona-Zeit schliesslich kündigte.

ARD Sounds mit einem Podcast der Neuen Norm zu Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung

Kurzfilmfestivals look&roll

Vom 19. – 20. September 2026 findet die elfte Ausgabe des internationalen Kurzfilmfestivals look&roll im kHaus Basel statt. Zwei Tage lang werden drei neue Kurzfilmblöcke gezeigt, Filmgespräche geführt, Workshops angeboten sowie Podiumsdiskussionen und Vernetzungstreffen durchgeführt. Im Zentrum stehen vielfältige Perspektiven auf Behinderungen, chronische Krankheiten und Neurodivergenz.

Look&roll mit seiner 11. Ausgabe des internationalen Kurzfilmfestivals

Laufende Forschungsprojekte

StaFF-CH: Handlungsplanung im Bereich Verhalten und Erleben

Laufzeit: 07.2026 – 12.2027

Forschende Institution: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH)

StaFF-CH überführt die im Projekt StaFF entwickelten Prozessstandards in ein kantonsübergreifendes, datengestütztes Schulentwicklungs- und Unterstützungskonzept. Es unterstützt Schulen dabei, Förderbedarfe im Bereich Verhalten und Erleben anhand klarer Kriterien, strukturierter Rückmeldungen und systematischem Monitoring nachvollziehbar einzuschätzen, passgenaue Massnahmen abzuleiten und deren Wirkung zu überprüfen. Das Projekt verbindet Praxisentwicklung, wissenschaftliche Begleitung und Transfer für Schulen, Kantone und Professionen.

HfH und ein Forschungsprojekt zur Handlungsplanung im Bereich Verhalten und Erleben

Heterogenität gezielt begegnen im Unterricht – Mathematik für alle (HUMa)

Laufzeit: 01.01.2026 – 31.08.2028

Forschende Institutionen: Pädagogische Hochschule Luzern (PHLU), Pädagogische Hochschule Bern (PHBern), Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH)

Der professionelle Umgang mit Heterogenität fordert Lehrpersonen stark und verlangt über die Motivation hinaus fundierte inklusive Konzepte. Besonders im Mathematikunterricht der Primarstufe klaffen die Entwicklungsniveaus weit auseinander, was klassische jahrgangsbezogene Lehrmittel an Grenzen bringt. Dieses Projekt nutzt die Flexibilität des Lehrplans 21, um dieser Individualität und Heterogenität Rechnung zu tragen. Im Rahmen von Masterarbeiten werden Instrumente entwickelt, welche sowohl die gezielte und systematische Förderung von mathematischen Basiskompetenzen als auch die kontinuierliche Weiterarbeit an mathematischen Lerninhalten im Regelklassenunterricht ermöglichen. Die Instrumente werden auf Grundlage des Lehrplans 21 und theoretisch fundierter Fachliteratur entwickelt.

PHLU und ein Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts der Primarstufe

Parlamentarische Vorstösse

Quelle: Parlamentarische Dokumentation des Informations- und Dokumentationszentrums IDES sowie Geschäftsdatenbank Curia Vista des National- und Ständerats.

SCHWEIZ

Durchlässigkeit im Betreuungs- und Bildungsbereich stärken

Interpellation (26.3649) vom 16.06.2026

Fehlende gesetzliche Verankerung des Zutrittsrechts von Führ- und Assistenzhunden

Anfrage (26.1028) vom 16.06.2026

Medizinische Versorgung bei Personen mit ASS oder kognitiven Beeinträchtigungen

Anfrage (26.1025) vom 03.06.2026

KT. BERN

Kantonale Mitfinanzierung der Schulsozialarbeit zu mindestens 30 Prozent

Motion (26.118) vom 03.06.2026

KT. BASEL-LANDSCHAFT

Verbesserung der Schnittstelle zwischen Primarstufe und Sekundarstufe I beim Übertritt mit verstärkten Massnahmen

Postulat (26.6019) vom 25.06.2026

KT. BASEL-STADT

Verbindliche und wirksame Frühförderung

Motion (26.5251) vom 10.06.2026

KT. SCHAFFHAUSEN

Aufnahmestopp der Schaffhauser Sonderschulen – Lernbahn

Kleine Anfrage (26.20) 01.06.2026

KT. SCHWYZ

IF-Pool erhöhen - Unterrichtqualität sichern und Lehrpersonen entlasten

Postulat (25.212) vom 18.12.2025 > Beschluss vom Regierungsrat vom 16.06.2026

KT. WALLIS

Schulklima im Wallis: Bestandesaufnahme und geplante Massnahmen zur Bewältigung der schwierigsten Fälle

Dringliche Interpellation (26.06.212) vom 08.06.2026

KT. ZÜRICH

Sonderschulplätze

Anfrage (26.226) vom 08.06.2026

Fragen zum kantonalen Stellenpool und zur Umsetzung der Förderklassen-Initiative

Anfrage (26.216) vom 08.06.2026

Medien

Wenn nicht anders vermerkt, entstammen die Inhaltsbeschreibungen den Verlags- und Filmwebseiten.

Fachbücher

Soziale und emotionale Entwicklung im Kindesalter.
Entwicklungsprozesse verstehen, begleiten und stärken

Perren, S. & Malti, T. (Hrsg.) (2026)

Kohlhammer

Eine Rezension von Andrea Wiedmer, SZH

Wie entwickeln sich soziale und emotionale Kompetenzen in der Kindheit? Welche Bedeutung haben Familie, Kita, Schule etc. für die Entwicklungsprozesse und wie lässt sich die emotionale und soziale Entwicklung wirksam fördern? Diesen und weiteren Fragen gehen die Buchbeiträge von Forscher:innen aus dem deutschsprachigen Raum nach und geben dadurch einen Einblick in aktuelle Forschungserkenntnisse. In einem ersten Teil finden sich Buchbeiträge, die zum Verständnis von Entwicklungsprozessen beitragen und in einem zweiten Teil wird deren Begleitung und Stärkung aufgegriffen. Die Synthese der Buchherausgeberinnen, Sonja Perren und Tina Malti, fasst die unterschiedlichen Aspekte der sozialen und emotionalen Entwicklung zusammen. Im Ausblick werden die zentralen Erkenntnisse gebündelt, praktische Ansätze zur entwicklungsangemessenen Begleitung und Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen bei Kindern diskutiert und Themen für die zukünftige Forschung skizziert.

Die Zielgruppe für das vorliegende Buch wird nicht explizit erwähnt, doch lässt sich aufgrund der wissenschaftlichen Sprache und dem Fokus auf Forschungserkenntnisse rasch ableiten, dass Personen aus psychologisch-therapeutischen und pädagogischen Berufsfeldern angesprochen sind. Es wird im Buch vorausgesetzt, dass man eine Vorstellung über die im Titel erwähnte Altersspanne des Kindesalters hat. Die einzelnen Buchbeiträge fokussieren auf unterschiedliche Phasen der Kindheit im Vorschul- und Schulalter. Der formale Aufbau der einzelnen Buchbeiträge scheint von den einzelnen Autor:innen frei gewählt, was den Leser:innen eine gewisse Flexibilität abverlangt. Die praktischen Ansätze zur entwicklungsangemessenen Begleitung und Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen bei Kindern werden auf einer theoretischen Ebene beschrieben und die entsprechenden Programme vorgestellt, was die Frage aufwirft, wie diese konkret in den unterschiedlichen Praxisfeldern (Familie, Kita, Spielgruppe, Schule etc.) Einzug finden. Um die Forschungserkenntnisse in der Praxis umzusetzen, sind Kurse zu absolvieren und eine Übersetzungsarbeit z.B. in Form von konkreten Praxis- und Umsetzungsbeispielen wird nötig.

Mit der sozialen und emotionalen Entwicklung greifen die Autorinnen ein wichtiges und aktuelles Thema auf, das in unterschiedlichen Praxisfeldern beschäftigt und Fachpersonen in ihren Tätigkeiten an Grenzen bringt. Das Buch leistet einen wichtigen und umfassenden Beitrag zu aktuellen Forschungserkenntnissen und beschreibt praktische Ansätze zur Förderung der sozialen und emotionalen Entwicklung.

Performative Inklusionsdidaktik. Argumentationskompetenzen auf- und ausbauen.
Ein Lehr- und Praxisbuch

Bryant, D. & Zepter, A. L. (2026)

Narr

Inklusiver, teilhabeorientierter Unterricht erfordert eine Didaktik, die gemeinsames Lernen so gestaltet, dass Schüler:innen mit unterschiedlichen Lernhintergründen und Sprachständen, monolingual oder mehrsprachig, mit oder ohne Förderbedarf jeweils eine entwicklungsorientierte Unterstützung in ihren sprachlichen, fachlichen und überfachlichen Lernprozessen erhalten. Das Lehr- und Praxisbuch zeigt am Beispiel des komplexen Lerngegenstands «Argumentieren» auf, wie dies in einem performativen Rahmen im Zusammenspiel von Steuerung, Kreativität und körperlicher Involvierung gelingen kann.

Kinder die den Rahmen sprengen. ADS und Co

Zaum, S. (2026)

LIT

Dieses Buch zeigt, wie gezielte Kommunikation den Therapieerfolg massgeblich beeinflussen kann – im direkten Kontakt mit Klient:innen, im Team und als Führungskraft. Die Autorin verbindet wissenschaftlich fundierte Modelle mit zahlreichen Fallbeispielen, Dialogen und erprobten Sprachmustern. So wird Kommunikation als zentrales therapeutisches Werkzeug greifbar. Therapeut:innen aus Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie erhalten alltagstaugliche Gesprächsleitfäden, Reflexionsimpulse und ehrliche Einblicke in typische Stolperfallen.

Wissenschaft der Heil- und Sonderpädagogik.
Ein phänomenologischer Klärungs- und Vermittlungsversuch zwischen Disziplin und Profession

Seitzer, P. (2026)

Beltz

In diesem Buch wird der Status der Heil- und Sonderpädagogik als Wissenschaft untersucht. Anhand einer erkenntniskritischen und disziplinhistorisch informierten Analyse wird aufgezeigt und begründet, warum aktuell verbreitete Wissenschaftsverständnisse und -stile den Anschluss an die erfahrene Wirklichkeit professionell Handelnder und ihrer Adressat:innen je auf eigene Weise verpassen. Auf dieser Basis wird sodann ein neuer Vorschlag zur Rückversicherung der Disziplin unterbreitet, der zugleich einen Vermittlungsversuch zwischen professionellen und disziplinären Wirklichkeitsbezügen darstellt.

Starke Gefühle in der Familie sicher begleiten. Selbstregulation für Kinder und Eltern.
Mit Übungen aus der Ergotherapie

Wunderling, M. (2026)

Südwest

Der Familienalltag ist oft geprägt von emotionalen Herausforderungen: Wutanfälle bei Kindern, Streitigkeiten zwischen Geschwistern oder Überforderung bei Eltern. Diese Konflikte hinterlassen nicht nur Spuren im Alltag, sondern auch in der emotionalen Entwicklung aller Beteiligten. Doch die Lösung beginnt nicht mit Strafen oder Regeln, sondern mit der Fähigkeit zur Emotionsregulation – und diese ist lernbar.

Erzählte Behinderung

Anders glücklich. Familienleben jenseits der Norm

Demirel, I. (2026)

MVG Verlag

Wer mit einem neurodivergenten Familienmitglied lebt oder spürt, dass das eigene Kind «irgendwie anders» ist, fühlt sich oft hilflos, überfordert oder verurteilt. Eines ist klar: So, wie es gerade ist, kann und soll es nicht bleiben. Authentisch und humorvoll erzählt Isabel Demirel, Podcasterin und Mutter eines Sohnes mit Autismus und ADHS, aus ihrem turbulenten Alltag. Sie verrät, wie es gelingt, die Neurodiversitäts-Welle zu surfen, ohne unterzugehen. Und zwar durch Akzeptanz und innere Stärke statt Funktionieren, Kämpfen und Vergleichen. Mit einer Kombination aus persönlichen Erfahrungen, psychologischen Erkenntnissen und praktischen Tools zeigt sie, wie mehr Leichtigkeit und Gelassenheit möglich werden und eine neue Perspektive den «besonderen» Familienalltag entlasten kann.

Wie wir anders glücklich wurden

Junghanns, N. (2024)

Renidere

Die Eltern eines neugeborenen Kindes mit einer Schwer- und Mehrfachbehinderung fühlten sich bei der Geburt auf allen Ebenen alleingelassen. Heute ist ihre Tochter acht Jahre alt und Nele Junghanns hat das Buch geschrieben, das sie damals gebraucht hätte, um anderen Eltern zu helfen, ihre Situation anzunehmen und zu meistern. In diesem sehr persönlichen Erfahrungsbericht lotet sie die Stationen und Säulen ihrer Resilienz aus und regt die Leser:innen mit zahlreichen Impulsfragen zur Selbstreflexion an.

Filme

Die Solisten. Ein Film über Alleinerziehende

Hepp, A. (2026)

Déjà-vu Film

Ein Bild, das Text, Kleidung, Schuhwerk, Poster enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

«Die Solisten» beleuchtet authentisch die Höhen und Tiefen von zehn alleinerziehenden Frauen und Männern und hinterfragt traditionelle Rollenbilder, patriarchalische Strukturen und tief verwurzelte Vorurteile. Der Film thematisiert, wie stereotype Bilder, etwa aus der Nazizeit, unser kollektives Unbewusstes prägen. Durch eine Mischung aus essayistischen Perspektiven, Monologen, Dialogen, Tanz, Oper, Poesie und Humor wird der Film zu einem experimentellen Werk, das provoziert, irritiert und zum Nachdenken anregt. Der Film fordert heraus, aber er versöhnt auch.

Die zärtliche Revolution

Boros, A. (2025)

W-Film

Pflege, Fürsorge, Inklusion – in ihrer bewegenden Doku begleitet Regisseurin Annelie Boroș Menschen, die Fürsorge zum Zentrum ihres Lebens machen. Sie zeigt, was es heisst, für andere einzustehen – oft ohne Anerkennung, meist unter schwierigen Bedingungen. Arnold pflegt seinen Sohn mit einer Schwer- und Mehrfachbehinderung und kämpft für mehr Anerkennung pflegender Angehöriger. Bożena, eine 24-Stunden-Kraft aus Polen, spricht offen über Ausbeutung in der Pflegebranche. Samuel, Rollstuhlfahrer und Aktivist, will ein inklusives Wohnprojekt verwirklichen. Und Amanda, Klimaaktivistin mit Wurzeln in Peru, verknüpft menschliche Fürsorge mit dem Schutz unseres Planeten. Der persönliche Verlust ihrer Freundin verleiht dem Film eine berührende Tiefe. Ein bewegender Dokumentarfilm über Pflege, Solidarität – und den Mut, unsere Gesellschaft neu zu denken.

Henriette & Guido. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Tinbergen, S. (2024)

Filmverleih

Ein Bild, das Text, Mobiliar, Buch, Kleidung enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Henriette gilt als «Systemsprengerin», lebt mit Frontalhirnsyndrom – und liebt Guido. Der Film begleitet die beiden in ihrem Alltag zwischen psychischer Ausnahme, Nähe und Verantwortung. Stella Tinbergen gelingt ein berührendes Porträt über eine besondere Beziehung – einfühlsam, ehrlich und ohne falsche Romantik. Ein Film über Liebe, psychische Erkrankung und soziale Teilhabe.

Weiterbildung

www.szh.ch/weiterbildungskurse

Blick in die Revue

La communication dans le quotidien des familles. Polyordinaire, une recherche participative avec des familles dont l’un des membres est une personne polyhandicapée

Winance, M., Allouani, S. & Desjeux, C. (2026)

Revue Suisse De pédagogie spécialisée, 16 (02), 2–8

Dieser Artikel basiert auf einer partizipativen Untersuchung zum Alltag von Familien, in denen ein Familienmitglied mit einer Mehrfachbehinderung lebt. Wir untersuchen die Erkundungsarbeit, die Eltern leisten, um mit ihrem Kind zu kommunizieren. Diese Arbeit besteht darin, den Äusserungen einer Person mit einer Mehrfachbehinderung durch Beobachtungen, das Erkennen von Zusammenhängen zwischen verschiedenen Situationen und ähnliche Vorgehensweisen einen Sinn zu geben. Wir interessieren uns zudem für die Mittel, die eingesetzt werden, um eine Kontinuität zwischen der Familie und den begleitenden Fachkräften sicherzustellen, wie beispielsweise Unterstützte Kommunikation, das Kontaktheft oder auch die Nachrichtenbox.

Polyhandicap et Communication alternative et améliorée. Des approches et des outils utilisés en pratique

Merlin, G. (2026)

Revue Suisse De pédagogie spécialisée, 16 (02), 24–31

Menschen mit Mehrfachbehinderungen weisen schwerwiegende Beeinträchtigungen der motorischen, sensorischen und kognitiven Fähigkeiten auf, die häufig dazu führen, dass keine mündliche Sprache vorhanden ist. Dennoch verfügen sie über Kommunikationsfähigkeiten, die durch geeignete personelle und technische Mittel gefördert werden können, insbesondere durch den Einsatz Unterstützter Kommunikation (UK). Dieser Artikel verbindet Theorie und Praxis anhand des Beispiels der Umsetzung einer UK-Kultur innerhalb der Stiftung «Les Perce-Neige» vom Kanton Neuenburg. Dabei stellt er die wichtigsten Ansätze und Hilfsmittel für die Kommunikation mit Menschen mit Mehrfachbehinderungen vor und zeigt zugleich die Voraussetzungen für deren Umsetzung auf.

Encadrer de futures enseignantes et enseignants spécialisés en classe régulière. Complexité d’une fonction assumée par les formatrices et formateurs de terrain de l’enseignement régulier

Delorme, C. & Richard, L. (2026)

Revue Suisse De pédagogie spécialisée, 16 (02), 48–53

Im Kanton Genf müssen Praktikant:innen in der Grundausbildung der Sonderpädagogik, die über kein anerkanntes Lehrdiplom verfügen, im Rahmen einer Zusatzausbildung zwei Praktika im Regelunterricht absolvieren. Diese Praktika werden von Lehrpersonen des Regelunterrichts betreut, die als Praxislehrpersonen für angehende Primarlehrpersonen fungieren. Diese Praxislehrpersonen sehen sich mit einer komplexen Aufgabe konfrontiert, die unter anderen Bedingungen als üblich erfolgt. Zusätzlich wird diese Komplexität durch spezifische Rahmenbedingungen und Handlungsspielräume des Praktikumssystems verstärkt. Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen, mit denen diese Praxislehrpersonen im zweiten Praktikum der Zusatzausbildung im Jahr 2023–2024 konfrontiert sind.

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