Dokumentation

Inhaltsverzeichnis

Literatur zum Schwerpunkt 54

Linksammlung zum Schwerpunkt 55

Rundschau 56

Laufende Forschungsprojekte 59

Parlamentarische Vorstösse 59

Medien 61

Weiterbildung 66

Blick in die Revue 66

Literatur zum Schwerpunkt

Fabian, C., Schmidt, S. J. & Mosimann, M. (2024). Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Dringender Handlungsbedarf. SuchtMagazin, 50 (5), 5–15. https://www.suchtmagazin.ch/magazin/junge-menschen-heute-2024-05?preview=407

Fischer, A.-C., Dunkake, I. & Ricking, H. (2022). Ergebnisse einer quantitativen Untersuchung an Schulen zu Risikofaktoren bei Schulangst. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 50 (6), 447–456.
https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1024/1422-4917/a000880

Fuchs, M. & Karwautz, A. (2017). Epidemiologie psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Neuropsychiatrie, 31, 96–102. https://doi.org/10.1007/s40211-017-0238-x

Griebler, R., Griebler, U., Weber, G., Trampert, A., Sunder-Plassmann, V., Klerings, I., & Leuprecht, E. (2021). Gesundheitliche Situation von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen. Eine systematische Literaturübersicht. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. https://broschuerenservice.sozialministerium.gv.at/Home/Download?publicationId=297&attachmentName=Gesundheitliche_Situation_von_Menschen_mit_intellektuellen_Beeintr%C3%A4chtigungen_pdfUA.pdf

Hagmann-von Arx, P. (2023). Chancen und Risiken von psychischen Diagnosen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (08), 2–7. https://doi.org/10.57161/z2023-08-01

Hagmann-von Arx, P. (2023). Chancen und Risiken von psychischen Diagnosen. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 29 (08), 2–7. https://doi.org/10.57161/z2023-08-01

Hoeckle, M. & Brucher, A. (2022). Besondere Menschen besonders behandeln. Wenn die Therapie zum Patienten kommt. Universimed. https://www.universimed.com/ch/article/psychiatrie/besondere-menschen-144059 [Zugriff: 16.03.2026].

Hövel, D. C., Hennemann, T. & Rietz, C. (2019). Meta-Analyse programmatischer-präventiver Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung in der Primarstufe. Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen, 1, 38–55. https://doi.org/10.35468/5750-03

König, L. N. (2018). Traumapädagogik mittels TEACCH als Chance für traumatisierte Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Ein Praxisbeispiel. Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, 21 (1), 58–69.

Moritz, P. C., Komenda-Schned, S., Hillenkamp, L., Landskron, S. J. & Zeilinger, E. L. (2024). Psychische Gesundheit bei Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen. Einblicke in ein partizipatives Forschungsprojekt. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie 23, 553–565.. https://doi.org/10.1007/s11620-024-00807-2

Rupf, J. (2024). Ambulante Psychotherapie für Kinder und Jugendliche mit schwerer intellektueller Beeinträchtigung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 30 (01), 8–13. https://doi.org/10.57161/z2024-01-02

Sappok, T., & Steinhart, I. (2021). Leave no one behind – Kognitiv beeinträchtigt und (psychisch) krank eine Herausforderung für die Gesundheitsversorgung. Psychiatrische Praxis, 48 (03), 115–118. https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1400-1746.pdf

Sappok, T., Burtscher, R., Grimmer, A. (Hrsg.) (2020). Einfach sprechen über Gesundheit und Krankheit. Medizinische Aufklärungsbögen in Leichter Sprache. Hogrefe.

Surbeck, S., Roggenbau, S., Garrido-Pfenninger, D. (2024). Mensch und Tier im Kontext von Schule und Lernen. Tiergestützte Pädagogik. Broschürenreihe Unterrichts- und Schulentwicklung konkret – 5. Pädagogische Hochschule Zug. https://www.zg.ch/Broschuere_Tiergestuetzte_Paedagogik_digital.pdf

Weiss, W., Kessler, T., Gahleitner, S. B. (Hrsg.) (2025). Handbuch Traumapädagogik. Beltz.

Zambrino, N., Sundermann, L. M., & Calabrese, S. (2025). Gesundheitsversorgung von Erwachsenen mit intellektuellen Beeinträchtigungen: Ergebnisse einer qualitativen Erhebung zur Situation von Menschen, die in Institutionen der Behindertenhilfe in der Schweiz leben. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 31 (06), 39–44. https://doi.org/10.57161/z2025-06-07

Linksammlung zum Schwerpunkt

Bundesamt für Statistik

> Psychische Gesundheit

Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)

> Psychische Gesundheit

Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspsychologie (SGGPsy)

> Gesundheitspsychologie

Schweizerisches Gesundheitsobservatorium

> Nationaler Gesundheitsbericht 2025

Gesundheitsförderung Schweiz

> Psychische Gesundheit

Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und ‑direktoren (GDK)

> Dialog Nationale Gesundheitspolitik

Hochschule Luzern – Soziale Arbeit

> Kompetenzzentrum Behinderung und Lebensqualität

EnableMe

> Psychische Gesundheit

Pro Juventute

> Jugendstudie 2026

Rundschau

International

EASNIE 30: Jubiläumsprogramm

Das Jahr 2026 markiert einen bedeutenden Meilenstein für die Europäische Agentur für sonderpädagogische Förderung und inklusive Bildung (European Agency for Special Needs and Inclusive Education, EASNIE), denn die Organisation feiert 30 Jahre Zusammenarbeit zur Förderung inklusiver Bildung in ganz Europa. Dieses Jubiläum bietet eine einzigartige Gelegenheit, nicht nur auf die bisherigen Erfolge von EASNIE zurückzublicken, sondern auch die Zukunft inklusiver Bildung aktiv mitzugestalten. Unter dem Motto «EASNIE 30: Inklusive Bildung gestaltet die Zukunft» verfolgt dieses Jubiläum einen zukunftsorientierten Ansatz: Es bereitet den Boden und legt wichtige Säulen für die nächste Phase der Entwicklung inklusiver Bildung. Das Jubiläumsprogramm zielt darauf ab, die Mitgliedsländer von EASNIE, Partnerorganisationen und verschiedene Interessengruppen in eine Reihe von Aktivitäten einzubinden, welche Errungenschaften würdigen, den strategischen Dialog fördern und integrative Praktiken in ganz Europa voranbringen. EASNIE veranstaltet ein Veranstaltungsprogramm, das vergangene Erfolge würdigen, den zukunftsorientierten Dialog fördern und die Zusammenarbeit in ganz Europa stärken soll. Das Programm 2026 umfasst hochrangige Diskussionen, Treffen der Mitgliedsländer und eine spezielle Webinar-Reihe.

European Agency und das Jubiläumsprogramm zu 30 Jahre EASNIE

DE: Schulbau Open Source

Das Teilen von Wissen ist in vielen Bereichen ein Treiber für Innovationen. Auch in der Architektur können frei zugängliche innovative Konzepte die bestehende Praxis an vielen Orten bereichern. Das gilt besonders für den Schulbau, wo der dringend nötige Wandel durch veraltete Regularien und komplexe Prozesse erschwert wird. Deshalb macht die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ihr Wissen aus fünf öffentlichen Projekten nun selbst öffentlich: ein Beitrag zu Know-how-Transfer, Qualitätssicherung und Innovation im Schulbau. Wie bei einer Open Source Software legt Schulbau Open Source den «Quellcode» von Projekten offen, um darin enthaltene Ideen und Lösungen bis ins Detail nachvollziehbar zu machen und den Transfer auf andere Projekte zu ermöglichen.

Schulbau Open Source

UNO-Kinderrechtsausschuss überprüft schulische Separation

Am Sonntag, 15. März 2026, berichtete die SonntagsZeitung über den Fall eines Schulkindes mit Cerebralparese, das von einer Regelklasse in eine Sonderschule versetzt werden soll. Nachdem das Bundesgericht die Beschwerde des Mädchens abgewiesen hatte, überprüft der UNO-Kinderrechtsausschuss den Fall noch einmal. Er hat angeordnet, dass das Schulkind während des Verfahrens weiterhin die Regelklasse besuchen kann. Nationalrat Islam Alijaj reagierte im Rahmen der Frühjahrssession mit zwei Interpellationen (26.3118 / 26.3119) auf die Berichterstattung.

Inclusion Handicap mit einer Stellungnahme zum Artikel vom 15.03.2026 in der SonntagsZeitung & SRF – News vom 17.03.2026 Aargau will sich UNO-Entscheid widersetzen

National

Bildungsbericht Schweiz 2026

Seit 20 Jahren stellt der Bildungsbericht Schweiz Daten und Erkenntnisse aus Statistik, Forschung und Verwaltung zum gesamten Bildungssystem der Schweiz bereit – von der Vorschule bis zur Weiterbildung. Alle Bildungsstufen und -typen werden anhand der drei Kriterien Effektivität, Effizienz und Equity analysiert und in den Kontext der aktuellen Forschung eingeordnet. Dabei werden auch Datenlücken und bestehende Forschungsbedarfe aufgezeigt. Der Bericht dient als Wissensgrundlage für die Steuerung des Bildungswesens durch Bund und Kantone sowie für die Formulierung gemeinsamer bildungspolitischer Ziele. Was die Sonderpädagogik betrifft, so ist der Anteil der integrierten Kinder, die von verstärkten Massnahmen profitieren, in den letzten Jahren in einem Grossteil der Kantone gestiegen. Unter Bezugnahme auf die Volksinitiativen, die in den Kantonen Zürich und Basel-Stadt gegen die schulische Inklusion lanciert wurden, stellt der Bericht fest, dass dies deutlich höhere Kosten verursachen würde, obwohl es andere Alternativen gibt (z.B. Weiterbildung des Lehrpersonals in den Bereichen Zusammenarbeit und Multiprofessionalität oder eine gleichmässigere Verteilung der Kinder mit verstärkten Massnahmen auf die Regelklassen) und dass zahlreiche Studien die Vorteile der integrativen Förderung bestätigen. Der Bildungsbericht Schweiz 2026 ist der fünfte offizielle Bericht im Rahmen des nationalen Bildungsmonitorings. Er wurde am 23. März 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt und ist kostenlos online verfügbar oder als Buch erhältlich.

SKBF und der Bildungsbericht Schweiz 2026

Inklusions-Initiative: Der Bundesrat verabschiedet die Botschaft zum indirekten Gegenvorschlag

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 25. Februar 2026 die Botschaft zur Volksinitiative «Für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Inklusions-Initiative)» und zum indirekten Gegenvorschlag verabschiedet. Er lehnt die Initiative ab, will die Anliegen jedoch mit einem indirekten Gegenvorschlag aufnehmen. Vorgesehen sind ein verbindlicher Rahmen zur Förderung der Inklusion sowie Massnahmen im Bereich der Invalidenversicherung (IV).

Portal der Schweizer Regierung mit einer Botschaft zum indirekten Gegenvorschlag der Inklusions-Initiative

Psychische Erkrankungen von jungen Menschen im Fokus des Forschungsprogramms zur IV

Bereits seit Längerem stehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen im Fokus der Invalidenversicherung (IV). Die Gründe dafür sind die statistische Zunahme von frühen psychischen Störungen sowie die langfristigen Folgen, die eine Frühinvalidisierung für den weiteren Lebensverlauf und die soziale Teilhabe haben kann. Auch finanziell wirkt sich dies auf die IV aus – so erhalten junge IV-Rentenbeziehende potenziell mehrere Jahrzehnte lang Leistungen. Von grosser Bedeutung sind daher die Früherfassungs- und Frühinterventionsmechanismen der IV und ihrer Partner. Ausgehend von den grundlegenden empirischen Erkenntnissen zu jungen Versicherten mit psychischen Erkrankungen im IV-Bereich wurden im Rahmen des Forschungsprogramms zur Invalidenversicherung gezielte neue Forschungsprojekte initiiert. Diese sollen dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und der Politik wissenschaftliche Grundlagen bereitstellen.

Soziale Sicherheit und Psychische Erkrankungen von jungen Menschen im Fokus des Forschungsprogramms zur IV

Regional / kantonal

LU: Umsetzung der Beratung im Bereich kognitive Entwicklung

Das neue Beratungsformat im Bereich kognitive Entwicklung (B k E) stellt sicher, dass Schulen weiterhin Zugang zu fundiertem Fachwissen im Umgang mit Kindern im Grenzbereich der intellektuellen Fähigkeiten haben. Ziel ist es, die Fachlichkeit im Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen im Bereich Kognition und Kinder im Grenzbereich der intellektuellen Fähigkeiten nachhaltig zu stärken. Die Umsetzung erfolgt durch den Fachdienst Sonderschulung (FDI). Die Beratung richtet sich an Lehrpersonen aus dem Unterrichtsteam sowie an weitere Beteiligte im schulischen Umfeld.

Volksschulbildung Luzern und ein neues Beratungsangebot im Bereich kognitive Entwicklung

ZH: Schulassistenzen / Teamteaching

In vielen Klassenzimmern im Kanton Zürich arbeiten sogenannte Schulassistenzen. Sie entlasten Lehrpersonen und sind aus den Schulklassen kaum mehr wegzudenken. Dennoch gibt es für sie keine einheitliche Ausbildung und keine klare Definition ihrer Aufgaben. Eine entsprechende Motion, die diesen Missstand beheben wollte, hat der Zürcher Kantonsrat abgelehnt. Keine Chance hatte auch eine Motion, welche die flächendeckende Einführung von Teamteaching forderte. Beide Anliegen wurden vor allem aufgrund der Kosten, die sie verursachen würden, deutlich abgelehnt.

Tages-Anzeiger vom 10.03.2026 zur Entlastung der Zürcher Schulen

Varia

Paralympische Spiele – hervorragende Bilanz für die Schweiz

Die Schweiz zieht eine hervorragende Bilanz der Paralympischen Spiele 2026. Sechs Medaillen und drei Diplome machen diese Winterspiele in Milano Cortina zu den erfolgreichsten seit über zwanzig Jahren. PluSport, Swiss Paralympic und die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung des Para-Sports. Gemeinsam setzen sich die beiden Verbände und die Stiftung dafür ein, optimale Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten mit Behinderung zu schaffen und den paralympischen Sport in der Schweiz nachhaltig zu fördern.

Swiss Paralympic und die paralympischen Spiele 2026

Dabei sein im Arbeitsleben – Chancen für alle! Der Podcast von dabei-austria

Der Podcast «Dabei sein im Arbeitsleben-Chancen für alle» zeigt auf, wie ein inklusiver Arbeitsmarkt funktionieren kann. Der Dachverband dabei-austria vertritt derzeit bundesweit knapp 200 Projekte, die von 90 Organisationen umgesetzt werden. In den Podcast-Episoden werden dabei-austria Mitgliedsorganisationen vorgestellt, die es sich zum Ziel gesetzt haben Menschen mit Behinderungen und Vermittlungseinschränkungen beim Einstieg ins Berufsleben zu begleiten und zu unterstützen. In den Audiobeiträgen erzählen unterschiedlichste Menschen ihre Geschichte. Es geht darum zu zeigen, wozu sie mit gezielter Förderung in der Lage sind und warum ein fairer Job für alle Menschen wichtig ist.

Podcast «Dabei sein im Arbeitsleben»

Sterilisation bei Menschen mit Lernschwierigkeiten

In Deutschland und Österreich kommt es bisweilen zu Fällen, in denen Menschen mit Behinderungen einer Sterilisation unterzogen werden, ohne dass sie diese Massnahme selbstbestimmt entschieden haben. Diese Tatsache wurde von Journalist:innen des Magazins andererseits in einer umfassenden Recherche herausgearbeitet. In einem Dokumentar-film erfolgt eine Erläuterung der massgeblichen Gesetze sowie eine Sensibilisierung für gegenwärtige Missstände. Zudem werden Empfehlungen für Fachpersonal, Angehörige und Betroffene dargelegt.

andrererseits mit einer Doku zur Sterilisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten

Repräsentation von Personen mit Behinderung im mittelalterlichen Wien

Behinderungen sind historisch nur schwer fassbar, umso überraschender ist die prominente Abbildung eines Mannes mit «Holzbein» auf einem mittelalterlichen Wiener Tafelbild, das das Jüngste Gericht, auch Weltgericht genannt, zeigt. In seiner Darstellung vereinen sich moralische, religiöse und soziale Zuschreibungen, die auf den zeitgenössischen Umgang mit Behinderungen rückschliessen lassen. Das Bild ist in der Dauerausstellung des Wien Museums ausgestellt.

Wien Museum und ein mittelalterliches Tafelbild mit einem Mann mit Holzbein

Laufende Forschungsprojekte

SPACEY-ADHS: Konzentration und Selbststeuerung durch reizarme Lernumgebung

Laufzeit: 01.2026 – 12.2026

Forschende Institution: Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, HfH

SPACEY-ADHS prüft, ob ein räumlich und akustisch abgeschirmter Lernplatz als niedrigschwellige Unterstützung im Klassenraum konzentrierte Arbeitsphasen, Selbststeuerung und Teilhabe von Kindern mit ADHS im Unterricht stärkt. Untersucht wird dies unter realen schulischen Bedingungen und mit klaren Hinweisen zur Umsetzung für Schulen. Die Wirkung wird über tägliche Verhaltensbeurteilungen im Verlauf sowie über Lehrpersoneneinschätzungen zur Intensität von Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität erfasst.

HfH und das Forschungsprojekt SPACEY-ADHS

Selektionsstrukturen auf der Sekundarstufe I und Beurteilung aus der Perspektive der Bildungsgerechtigkeit

Laufzeit: 02.2026 – 12.2026

Forschende Institution: Pädagogische Hochschule Bern

Am Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I gibt es zwischen den Kantonen und einzelnen Gemeinden grosse Unterschiede in den sogenannten Selektionsstrukturen, also der Anzahl und Benennung der verschiedenen Schultypen und -niveaus (z.B. «Sek» und «Real», sonderpädagogische Massnahmen), den Schulmodellen sowie den Übergangsverfahren und Übertrittskriterien (z.B. Noten, Empfehlung der Lehrperson). Die EDK-Auftragsstudie hat zum Ziel, eine Auslegeordnung der verschiedenen in der Schweiz vorfindbaren Typen von Selektionsstrukturen vorzunehmen. Diese Typen und ihre einzelnen Aspekte werden anschliessend bezüglich ihrer Vor- und Nachteile für die Bildungsgerechtigkeit resp. die Bildungschancen von Jugendlichen eingeschätzt. Dies erfolgt basierend auf existierender Forschungsliteratur sowie einer Diskussion mit Expert:innen. Der abschliessende Projektbericht ermöglicht Kantonen, Gemeinden, Schulleitungen und Lehrpersonen z.B. im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen eine Übersicht über Vor- und Nachteile von einzelnen Schulmodellen, Übertrittsverfahren oder -kriterien zu erhalten.

PHBern und ein Forschungsprojekt zu den Selektionsstrukturen auf der Sekundarstufe I und zur Beurteilung aus der Perspektive der Bildungsgerechtigkeit

Parlamentarische Vorstösse

Quelle: Parlamentarische Dokumentation des Informations- und Dokumentationszentrums IDES sowie Geschäftsdatenbank Curia Vista des National- und Ständerats.

SCHWEIZ

Lieferroboter auf dem Trottoir: Schutz der Fussgängerbereiche gewährleisten

Anfrage (26.1021) vom 20.03.2026

Innovative Ansätze zur Vereinfachung von Bedarfsabklärungen in der IV

Anfrage (26.1018) vom 20.03.2026

Zusammenspiel von Invalidenversicherung und Bildungssystem bei der Unterstützung von Kindern mit Behinderungen

Postulat (26.3136) vom 17.03.2026

Stand der wissenschaftlichen Forschung zur inklusiven Bildung

Interpellation (26.3119) vom 16.03.2026

Praxis der Schweiz zu vorsorglichen Massnahmen von UNO-Vertragsorganen

Interpellation (26.3118) vom 16.03.2026

Assistenz beim Ausfüllen von Unterschriftenbogen: Wie viele Stimmberechtigte sind betroffen?

Fragestunde. Frage (26.7070) vom 04.03.2026 > Antwort des Bundesrates vom 09.03.2026

Lesekompetenz in der Schweiz: Evidenzlage zu Papierlesen, Bildschirmlesen und Handschrift

Interpellation (26.3035) vom 02.03.2026

«Für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Inklusions-Initiative)». Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag (Bundesgesetz über die Inklusion von Menschen mit Behinderungen und Revision des Invalidenversicherungsgesetzes)

Geschäft des Bundesrates (26.029) vom 25.02.2026

KT. AARGAU

Stärkung der Ausbildung und Nachholbildung von Fachpersonen Betreuung (FaBe) im Bereich schulergänzende Betreuung im Kanton Aargau

Postulat (26.71) vom 10.03.2026

Zunehmender Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht und dessen Auswirkungen auf das Lernen

Interpellation (26.68) vom 10.03.2026

Einsatz von KI-Tools im Unterricht

Interpellation (26.63) vom 10.03.2026

Entwicklungsschwerpunkt «Wirkung der umgesetzten Volksschulreformen überprüfen und Massnahmen umsetzen» -Schlussbericht Aargauer Lehrplan Volksschule

Botschaft (26.54) vom 04.03.2026

Programm zur Förderung der Handlungsfelder Sprachförderung, Schulerfolg und Integration an multikulturellen Schulen

Postulat (25.278) vom 23.09.2025 > Abstimmungsprotokoll vom 10.03.2026

KT. BERN

«Deepfakes im Klassenzimmer?» - Umgang mit digitaler und KI-generierter sexualisierter Gewalt an Berner Schulen

Interpellation (26.148) vom 12.03.2026

KT. BASEL-LANDSCHAFT

Verbindliches Team-Teaching bei Überschreitung der Höchstzahl in der Klassenbildung

Postulat (26.4692) vom 12.03.2026

KT: BASEL-STADT

Evaluation des Einsatzes digitaler Instrumente an den Schulen des Kantons Basel-Stadt

Anzug (26.5097) vom 12.03.2026

KT. ST.GALLEN

Digitale Chancen und Risiken: Wie steuert der Kanton den Einsatz von KI im Bildungswesen?

Interpellation (51.26.04) vom 02.03.2026

KT. TURGAU

Integrative Sonderschule oder Separative Integration?

Interpellation (24.85) vom 06.11.2024 > Beantwortung und Diskussion vom 18.02.2026

KT. ZÜRICH

Schulassistenz mit Kompetenz

Motion (25.103) vom 31/03/2025 > Ablehnung im Kantonsrat am 09.03.2026

Medien

Wenn nicht anders vermerkt, entstammen die Inhaltsbeschreibungen den Verlags- und Filmwebseiten.

Fachbücher

Herausfordernde Situationen im Schulalltag.
Konstruktiv mit auffälligem Verhalten umgehen

Kunz, A., Luder, R., Lustig, T. & Pool Maag, S. (Hrsg.) (2026)

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Wie lassen sich herausfordernde Situationen im Schulalltag so begleiten, dass sich neue Handlungsspielräume eröffnen? Wie gelingt es, auffälliges Verhalten besser zu verstehen und Möglichkeiten zu finden, damit konstruktiv umzugehen? Dieses Studienbuch verbindet praxisnahe Fallsituationen mit fundierten theoretischen Ansätzen und zeigt Lehr- und Fachpersonen Strategien auf, um in schwierigen Situationen professionell und lösungsorientiert zu handeln.

Das Buch ist kostenlos im Open Access als PDF herunterladbar.

Handbuch Pädagogische Diagnostik.
Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten

Paudel, F., Hofmann, R. & Ryslavy, E. (Hrsg.) (2026)

utb

Pädagogische Diagnostik bildet die Grundlage für Partizipation und Individualisierung im Bildungsbereich. Dieses Handbuch bietet erstmals eine vollständige Einführung in Modelle und Methoden und verbindet theoretische Ansätze mit praxisnahen Beispielen. Im Fokus steht die Beziehung von Diagnostik und Inklusion als Voraussetzung für die Förderung von Schüler:innen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Darüber hinaus betonen die Beiträger:innen die Relevanz der Qualitätssicherung und ethischer Aspekte und rufen zur interdisziplinären Zusammenarbeit auf – ein praxisorientiertes Nachschlagewerk, das Lehrpersonen, Schulpsycholog:innen und pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, diagnostische Ansätze besser zu verstehen, im Schulalltag einzusetzen und damit einen wirksamen Beitrag zur Bildungsqualität zu leisten.

Handbuch Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung.
Markowetz, R., Hennemann, T., Hövel, D. & Casale, G. (Hrsg.) (2026)

Beltz

Für eine wertschätzende Erziehung und die qualitativ hochwertige Bildung und Förderung von Schüler:innen mit Verhaltensstörungen im Unterricht aller Schularten ist reflexives Fachwissen unverzichtbar. Das Handbuch thematisiert vor dem Hintergrund wissenschaftstheoretischer Positionen, interdisziplinärer Zugänge und Fragestellungen die Grundlagen und Grundfragen sowie die Spezifika der Pädagogik bei Verhaltensstörungen. In 255 Beiträgen wird der aktuelle Stand der Pädagogik im Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung abgebildet. Richtungsweisende Forschungs- und Weiterentwicklungsperspektiven der Disziplin und des Handlungsfeldes Schule sowie deren Übergänge werden aufgezeigt. Das Handbuch schärft das Profil des Faches in seinen Interdependenzen zu ihren Bezugswissenschaften und soll Personen, die inklusions- und förderpädagogisch im System Schule arbeiten, zum professionellen Handeln und Netzwerken anregen und befähigen.

Angewandte Traumapädagogik. Ein Praxisbuch

Stähli, O. (2025)

Reinhardt

Das Buch ermutigt und befähigt zur traumasensiblen Arbeit. Der erste Teil vermittelt theoretisches Verständnis über Trauma, basierend auf dem aktuellen Wissensstand der Psychotraumatologie, Neurobiologie und Psychologie. Das vom Autor entwickelte Traumapädagogische Anwendungsmodell (TAM) wird verständlich erklärt und bildet eine Brücke zur Praxis. Der zweite und der dritte Teil gehen auf die Anwendung im Alltag ein. Neben bekannteren Konzepten wie «Der gute Grund», «Partizipation» oder «Transparenz» werden auch traumapädagogische Ansätze für häufige und besonders grosse Herausforderungen wie Gegenübertragungen, getriggerte Zustände oder der Umgang mit Konsequenzen vertieft. Dabei arbeitet das Praxisbuch mit zwei durchgängigen Fallbeispielen.

Teilhabe und Rehabilitation.
Ein Leitfaden für sichere Entscheidungen im trägerübergreifenden Reha-System

Seel, H. (2026)

Nomos

Für Rehabilitation und Teilhabe haben wir ein umfassendes Sozialleistungssystem. Dessen Komplexität macht es den Akteur:innen allerdings nicht leicht, sich darin zurechtzufinden. Je höher der Unterstützungsbedarf von Menschen mit Behinderungen, umso wichtiger ist das aber für die Akteur:innen: Sie müssen alle Möglichkeiten im Blick haben, Zuständigkeiten überschauen, koordiniert vorgehen und sichere Entscheidungen treffen. Dieses Kompendium hilft dabei, sichere Entscheidungen zu treffen: Der Grundlagenteil enthält in kompakter Form Wissen über das System und dessen Zusammenhänge sowie zu den Zielgruppen. Im Praxisteil geht es um die konkrete Anwendung trägerübergreifender Vorschriften. Hinweise und weiterführende Informationen erleichtern die Orientierung und das Handeln.

Erzählte Behinderung

Jeff Tomlinson – Blindes Vertrauen

Kapp, K. (2025)

8280-edition.ch

Eine der härtesten Sportarten der Welt. Du bist Cheftrainer, siehst aber so gut wie nichts. Und keiner weiss es. Jeff Tomlinson, gefeierter Eishockey-Trainer, steht am Spielfeldrand – und niemand ahnt, dass er praktisch blind ist. Monate lang führt er sein Team zum Erfolg, verlässt sich auf seine Instinkte und vertraut seinen Assistenten blind. Nur sie hat er eingeweiht. Hinter der Fassade des starken Coaches tobt ein erbitterter Kampf: Wie lange kann er sein grösstes Geheimnis bewahren? Wie viel Mut und Willenskraft braucht es, wenn das Leben einem die Sicht nimmt, aber nicht den Traum? Von den rauen Eisflächen Kanadas bis zu den Playoff-Schlachten in der Schweiz erzählt «Jeff Tomlinson, blindes Vertrauen» die wahre Geschichte eines Mannes, der sich selbst und die Welt neu erfindet. Es ist ein Buch über Freundschaft, Loyalität und die unbändige Kraft, niemals aufzugeben – auch wenn alles dagegen spricht.

Auf wilden Pfaden. Wie ich aufbrach und endlich zu mir fand

May, K. (2025)

Insel

Im August 2015 macht Katherine May sich auf, um den 1014 Kilometer langen South West Coast Path entlang der Küsten von Somerset, Devon und Cornwall nach Dorset zu wandern. Sie will den Kopf freibekommen, endlich verstehen, warum ihr so vieles in ihrem Leben schwerer zu fallen scheint als anderen: Warum hat sie immer wieder das Gefühl, nicht recht zu verstehen, was andere meinen, wenn sie mit ihr sprechen? Warum verspürt sie so oft den Impuls, aus einer Gruppe Menschen in die Einsamkeit zu flüchten? Und warum empfindet sie es als besonders herausfordernd, Mutter zu sein? Je öfter sie einen Fuss vor den anderen setzt, bei Wind und Wetter an der Küste entlang, desto klarer wird ihr, woher ihr «Anderssein» rührt – und dass die Wanderung auch eine Wanderung zu ihr selbst ist.

Filme

Wer im Kampf glänzt (Qui brille au combat)

Japy, J. (2025)

Wikipedia

Bertille ist das jüngste Kind der Familie Roussier, ein Mädchen mit einer schweren Behinderung, deren Diagnose lange Zeit ungewiss war. Um sie herum versucht die gesamte Familie, ihren Alltag in einem empfindlichen Gleichgewicht zu meistern, geprägt von Hoffnungen, Sorgen und ständiger Anpassung. Madeleine und Gilles, die Eltern, versuchen, einen Anschein von Normalität zu wahren, während Marion, die Älteste, zu schnell erwachsen wird und mit Verantwortungen konfrontiert ist, die ihr Alter übersteigen. Jeder geht seinen Weg, zwischen bedingungsloser Liebe und emotionaler Erschöpfung, in einem Alltag, der vom Gesundheitszustand von Bertille abhängt. Als schliesslich eine neue Diagnose gestellt wird, erschüttert sie die bisherigen Überzeugungen und verändert die Spielregeln. Für die Familie öffnet sich daraus eine völlig neue Perspektive, die sie dazu zwingt, ihre Zukunftspläne, Hoffnungen und ihren Umgang mit dem Kommenden neu zu überdenken.

Sprache ist Leben [Kurzfilm]

Pavlica, S. (2025)

DIMA

Ein Bild, das Text, Menschliches Gesicht, Poster, Person enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Der Kurzfilm «Sprache ist Leben» erzählt in berührenden Bildern die Geschichte eines Jugendlichen mit einer Hörbehinderung, der ohne Sprache, Schrift und Schule in einem Land im Mittleren Osten aufwächst. Nach einer Flucht in die Schweiz kommt er bei DIMA (Verein für Sprache und Integration) in Kontakt mit der Gebärdensprache – sein Schlüssel zu Kommunikation, Identität und Zugehörigkeit. DIMA hat im Rahmen von verschiedenen Projekten Filme und Unterrichtsmaterial erstellt.

Weiterbildung

www.szh.ch/weiterbildungskurse

Blick in die Revue

Les classes inclusives au Tessin. Entre défis, besoins et mesures de soutien à disposition

Zariatti Coppes, R., & Geronimi, E. (2026)

Revue Suisse De pédagogie spécialisée, 16 (01), 15–20

In den letzten Jahren ist die Zahl der inklusiven Klassen im Tessin exponentiell gestiegen. Die ersten Erfahrungen zeigten Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Co-Teaching. Der Artikel fasst die wichtigsten Unterstützungsmassnahmen zusammen, die das Departement für Bildung, Kultur und Sport und das Departement für Bildung und Lernen / Pädagogische Hochschule bereitgestellt haben. Die Lehrpersonen sollen insbesondere durch gezielte Fortbildung unterstützt werden. Diese Massnahmen haben dazu beigetragen, die Funktionsweise inklusiver Klassen zu verbessern und ihre Verbreitung im gesamten Kanton zu fördern.

De la diversité des élèves à la diversité professionnelle: Quels soutiens à l’activité enseignante ?

Tevaearai, D., Protti, D., Allenbach, M., & Gabola, P. (2026)

Revue Suisse De pédagogie spécialisée, 16 (01), 28–34

Die Waadtländer Schule fordert die Einführung kooperativer Praktiken, insbesondere seitens des Lehrkörpers, darunter auch der Klassenlehrer. Angesichts der zunehmenden Zahl von Fachkräften in einem auf Inklusion ausgerichteten Umfeld befasst sich diese Studie mit den Erfahrungen von Grundschullehrkräften hinsichtlich der Unterstützung ihrer Tätigkeit durch die beruflichen Beziehungen, die sie im Rahmen ihrer Arbeit aufgebaut haben. Ihre Erfahrungsberichte vermitteln ein besseres Verständnis dafür, wie diese Beziehungen zur Unterstützung des Lehrpersonals beitragen können, anstatt zu einer Überlastung.

Vers des environnements scolaires capacitants. Fondements, dimensions et implications pour l’inclusion

Fernagu, S. (2026).

Revue Suisse De pédagogie spécialisée, 16 (01), 43–50

Der aus dem Capability-Modell (Sen, 2000) abgeleitete Begriff der förderlichen Umgebung bildet einen geeigneten Rahmen, um nicht nur darüber nachzudenken, was Schüler:innen lernen, sondern auch darüber, unter welchen Bedingungen sie dazu befähigt werden. Analysiert werden nicht mehr die individuellen Merkmale der Schüler:innen oder die organisatorischen, pädagogischen und umgebungsbezogenen Bedingungen, die Lernfähigkeit fördern oder behindern. Vielmehr geht es um die Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren, aus denen die Lernfähigkeit entsteht.